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Firma Blaser

Isnyer Jagdwaffenhersteller will neue Logistikhalle bauen

Isny / Lesedauer: 3 min

Einer der größten Arbeitgeber Isnys will am Standort wachsen: Jagdwaffen Blaser plant den Bau einer großen Logistikhalle.
Veröffentlicht:25.10.2023, 09:00

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Die Firma Blaser Group, einer der größten Arbeitgeber in Isny, plant den Bau einer großen Logistikhalle. Dieses Vorhaben stellte die städtische Baurechtsexpertin Andrea Käser am Montagabend in der Gemeinderatssitzung vor. Demnach soll die Halle auf einem neu erworbenen Grundstück nördlich des bisherigen Betriebsgeländes in Richtung Kleinhaslach entstehen. „Der Standort soll gestärkt werden“, sagte Käser.

Bereits 2021 sei die Firma Blaser auf die Stadtverwaltung mit dem Wunsch zugekommen, das bestehende Betriebsgebäude durch den Anbau einer Logistikhalle zu erweitern, erklärte Käser. Wegen der schwierigen Andienungssituation und den Vorgaben des gültigen Bebauungsplans sei dieses Vorhaben aber vorerst nicht weiterverfolgt worden. Zudem hätten noch Gespräche mit den umliegenden Grundstückseigentümern ausgestanden.

Bebauungsplan muss geändert werden

Diese Gespräche waren jetzt laut Käser offenbar erfolgreich. Zwar gelang es Blaser nicht, sich mit dem Eigentümer des Grundstücks zu einigen, das inmitten der verschiedenen Gebäude der Blaser Group liegt und schon fast von diesen umschlossen wird, dafür einigte sich die Firma, die Jagdwaffen herstellt, an anderer Stelle mit einem Eigentümer auf den Kauf eines Grundstücks, das nördlich an das bisherige Betriebsgelände angrenzt. Dort soll nun die Logistikhalle entstehen.

Details zu der Halle nannte Käser freilich nicht, weil es darum am Montagabend auch noch nicht ging. Vielmehr war der Gemeinderat dazu angehalten, der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Ziegelstadel West II“ zuzustimmen, damit Blaser überhaupt bauen kann.

Freude bei der Stadtverwaltung

Wie die Stadtverwaltung zu den Plänen eines der größten Arbeitgeber Isnys steht, machte Bürgermeister Magenreuter deutlich: „Wir freuen uns, dass solche Firmen erweitern wollen.“ Für alle Fragen zu dem Bauvorhaben werde es selbstverständlich eine Bürgerinformationsveranstaltung geben, sicherte Magenreuter zu. Dass es diverse Punkte geben könnte, über die zu sprechen sein wird, gab die Stadtverwaltung offen zu. So ist unter anderem ein Parkplatz am Waldrand vorgesehen, der schon im Gemeinderat nicht nur Freunde findet.

„Ich würde dem Plan nur zustimmen, wenn der Parkplatz draußen bleibt“, sagte etwa die Grünen-Fraktionssprecherin Dorothée Natalis, die sich wie ihre Fraktionskollegin Claudia Müller skeptisch zeigte. „Der Parkplatz scheint mir nicht nötig zu sein“, sagte Müller, die auf ihre Beobachtungen verwies, nach denen auf bestehenden Flächen der Firma schon genug Raum für Autos vorherrsche. An diesem Punkt erinnerte Magenreuter daran, dass das Projekt noch in einer sehr frühen Phase sei.

Große Mehrheit für Änderung

Rainer Leuchtle (FW), der auch als Ortsvorsteher von Großholzleute auf das Projekt blickt, weil die Firma teilweise in seinem Zuständigkeitsbereich ist, übermittelte die grundsätzliche Bereitschaft des Ortschaftsrates, bei dem Vorhaben mitzugehen. „Wir begrüßen es, wenn so eine traditionsreiche Firma sich in Isny weiterentwickelt“, verdeutlichte Leuchtle.

Der Änderung des Bebauungsplanes stimmten außer Natalis und Müller alle Räte zu, Erhard Bolender und Peter Clement (beide SPD) enthielten sich.