Literaturtag

Bücher, Theater, Kino und Frühschoppen

Isny / Lesedauer: 4 min

Die Isnyer Literaturtage vom 11. bis 24. April bieten wieder viel Abwechslung
Veröffentlicht:30.03.2016, 11:17
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Die Isnyer Literaturtage gehören seit neunzehn Jahren zu den Höhepunkten des kulturellen Lebens in Isny. Lesungen namhafter Schriftsteller, Literaturverfilmungen, ein Kinderprogramm sowie der Schreibwettbewerb genießen regionale ebenso wie überregionale Aufmerksamkeit. Die Veranstaltungsreihe läuft vom 11. bis 24. April.

Zu den diesjährigen Literaturtagen wird es erstmals einen öffentlichen Bücherschrank, die Buchzelle, in der Wassertorstraße geben. Das Prinzip ist ein ganz einfaches. Jeder der Lust hat, kann sich dort ein Buch aussuchen und dieses mitnehmen, ein eigenes hineinstellen und damit an andere Buchfreunde weitergeben. Der Bestand bleibt also nicht lange gleich und von jedem Genre ist etwas dabei. Die Buchzelle wird mit Sicherheit auffallen. „Wir konnten eine alte Telefonzelle finden, die wir mit vielen helfenden Händen zum Bücherschrank umfunktioniert haben.“, erklärt Karin Konrad , die Leiterin des Kulturbüros. Die Buchzelle ist bis 29.April tagsüber zugänglich.

Animationsfilm wird gezeigt

Die Kinoreihe „ Filmreif “ zeigt am 12.April um 20 Uhr „ Der kleine Prinz “ im Neuen Ringtheater Isny. Der Animationsfilm (2015) ist eine liebevolle Verbeugung vor Antoine de Saint-Exupérys ungeheuer populärer Erzählung von 1942. Am 16. und 17. April gibt es eine Nachmittagsvorstellung des Films um 15 Uhr.

Höhepunkt der zweiwöchigen Veranstaltungsreihe sind die Lesungen hochkarätiger Autoren. Am 13.April liest , in der Türkei geboren und in Deutschland aufgewachsen, aus seinem Roman „Siebentürmeviertel“. Er führt seine Zuhörer ins Istanbul der 30er-Jahre und mitten hinein in eine fremde und faszinierende Welt, in der sich ein deutscher Junge behaupten muss. Eine Familiensaga der besonderen Art, emotionsgeladen, abgründig und spannend. Die Lesung findet um 19.30 Uhr im Kurhaus am Park, kleiner Saal, statt. „Er schreibt ungeheuer lange Romane, die eine Explosion an Wörtern darstellen“, freut sich Stefanie Kempfer vom Arbeitskreis Literatur auf Zaimoglu.

Die Stadtbücherei Isny lädt im Rahmen der Literaturtage am 15.April das Figurentheater Pantaleon mit dem Stück „ Die Perle “ ein. Das Stück für Kinder ab vier Jahren, nach dem Bilderbuch von Helme Heine inszeniert, wird um 15 Uhr im kleinen Saal des Kurhaus am Park gespielt.

Die Erzählerin und Rednerin Julia Krusch steckt all ihre Leidenschaft in das Erzählen von Geschichten. Im Rahmen des dritten Isnyer Frühlingsmarkts am Samstag, 16. April, nimmt Sie jeden, der sich zu ihr an den Tisch setzt, mit auf eine kleine Reise mit berührenden Geschichten für Groß und Klein – frei nach dem Motto „Lass Dir was erzählen“. Die Aktion findet von 14 bis 16 Uhr in der Wassertorstraße statt.

Die Stadtbücherei schafft wieder Platz für neue Bücher! Im Angebot des Frühjahrs - Bücherflohmarkts am 16. April von 10 bis 13 Uhr befinden sich ausgesonderte Romane, Sachbücher und Kinderbücher sowie viele gut erhaltene Spenden. Der Erlös kommt der Anschaffung neuer Medien zugute.

Abschluss im Haus Tanne

Ein weiterer Höhepunkt der Literaturtage ist die Lesung von Artur Becker . Der in Polen geborene und heute in Deutschland lebende Autor schreibt und veröffentlicht seit den 1990er Jahren Romane, Novellen, Erzählungen, Gedichte und Aufsätze. In diesem Frühjahr kommt sein neues Essayband „Kosmopolen. Auf der Suche nach einem europäischen Zuhause“ auf den Markt, das im Mittelpunkt der Lesung im Historischen Sitzungssaal des Isnyer Rathauses stehen wird. Die Veranstaltung findet am 20. April um 19.30 Uhr statt. „Er schreibt unglaublich interessant und lebendig und sollte unbedingt bekannter werden“, wirbt Kemper für den Abend mit Becker.

Ausklingen werden die Literaturtage mit dem Literatur-Frühschoppen am 24. April um 10.30 Uhr im Haus Tanne, Eisenbach. Bei Kaffee und Klaviermusik lauschen die Besucher den Gewinnern des diesjährigen Schreibwettbewerbs. Das Thema des Wettbewerbs lautet „Ich mag nicht fragen, wo die Fahrt zu Ende geht“ (Joseph von Eichendorff). Teilnehmen dürfen Laienschriftsteller aus der Region. Auch Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren gehören dazu, dieses Jahr sogar drei unter 15Jahren, wie Stefanie Kemper verrät. Es seien „hervorragende Texte“ dabei.