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Familienbetrieb

Beim Lackierbetrieb Pfiffner in Isny steht die vierte Generation bereit

Isny / Lesedauer: 3 min

Seit fast 100 Jahren gibt es den Lackierbetrieb Pfiffner in Isny. Nico Pfiffner wird in dem Familienunternehmen bald die Geschäftsführung von Vater Robert übernehmen.
Veröffentlicht:13.10.2023, 12:00

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Beim Lackierfachbetrieb Pfiffner in Isny stehen demnächst eine große Veränderung und ein großes Jubiläum an. Einerseits wird Nico Pfiffner bald den Familienbetrieb in vierter Generation als Geschäftsführer übernehmen, andererseits kommt der 100. Geburtstag der Firma immer näher. Um sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren, kamen Bürgermeister Rainer Magenreuter und die städtische Wirtschaftsbeauftragte Andrea Pezold kürzlich zum Wirtschaftstermin.

Wer von der Isnyer Innenstadt kommend durch die Schwanensiedlung fährt und sich womöglich nicht auskennt, wird nach wenigen Metern überrascht sein. Denn zwischen Wohnhäusern taucht auf der rechten Seite plötzlich ein kleiner Handwerksbetrieb auf. Seit 1961 ist hier der Lackierfachbetrieb Pfiffner angesiedelt. Vor mehr als sechs Jahrzehnten war der Standort noch am Stadtrand gelegen, danach wurde die Firma regelrecht eingebaut. So liegt es nahe, dass einer der ersten Fragen, die Magenreuter und Pezold stellten, die nach dem Miteinander von Wirtschaftsbetrieb und Menschen, die hier ihr Zuhause haben, ist.

Wir nehmen natürlich Rücksicht. Uns ist es wichtig, dass das hier gut zusammen funktioniert,

klärte Geschäftsführer Robert Pfiffner auf.

 Am frühen Morgen und am späten Abend werde nicht gearbeitet, sondern nur zu ganz normalen Geschäftszeiten.

Als „Fürstlicher Hofmaler“ begonnen

Robert Pfiffner führt den Lackierfachbetrieb in dritter Generation. Gegründet hat ihn Großvater Georg Pfiffner als Malerwerkstätte am Pfannenstiel im Jahr 1926. „Fürstlicher Hofmaler“ durfte er sich nennen, weil er für das Hause Quadt arbeitete. Sohn Georg stieg 1957 ins Geschäft ein und plante, weil die Räumlichkeiten zu knapp wurden, zügig einen Neubau in der Schwanensiedlung. 1961 erfolgte der Umzug. 1985 legte Robert Pfiffner seine Meisterprüfung als Maler- und Fahrzeuglackierer ab, 1993 übernahm der die Geschicke der Firma als Geschäftsführer. Mit seinem Sohn Nico steht nun die vierte Generation bereit.

Er sei, erzählt Nico Pfiffner, 2018, als er ebenfalls seine Meisterprüfung ablegte, mit 19 Jahren der jüngste Absolvent weit und breit gewesen. In den kommenden zwei Jahren, erklärt Robert Pfiffner, soll der Wechsel von Vater zu Sohn in der Geschäftsführung erfolgen. Für Nico Pfiffner heißt das nicht nur, eine Firma mit langer Tradition zu übernehmen, sondern sogleich auch ein Jubiläum zu organisieren. 2026 wird der Lackierfachbetrieb nämlich 100 Jahre alt.

Ein echter Familienbetrieb

Wo Pfiffner draufsteht, ist auch fast ausschließlich Pfiffner drin. Fünf Familienmitglieder sind in der Firma beschäftigt, dazu kommt noch ein Angestellter von außen. In der langgezogenen Halle, die über die Jahrzehnte durch einen Anbau verlängert wurde und wie ein „Fließband“ funktioniert, kommen die reparaturbedürftigen Fahrzeuge vorne zum Tor rein, werden dann zunächst vorbereitet, dann lackiert und dann getrocknet, um hinten wieder runderneuert zum Tor hinaus zu fahren.

Etwa 50 Prozent der Aufträge erhalte der Betrieb von diversen gewerblichen Auftraggebern, erklärt Robert Pfiffner Dazu kommen natürlich viele Einzelaufträge von Privatkunden. Was das auch bedeutet, zeigt ein Oldtimer, der in der Halle aufgebockt steht und auf einen neuen „Anstrich“ wartet. Natürlich würden nicht nur Lackierarbeiten ausgeführt, sondern auch komplette Unfallschäden repariert mit dazugehöriger Abwicklung der Versicherungsangelegenheiten. Hierbei werde im Zuge der Nachhaltigkeit besonderes Augenmerk auf „Instandsetzung vor Austausch“ gelegt, sagt Robert Pfiffner.