Umsatz

Verallia-Halbjahresbilanz: Umsatz steigt, Gewinn sinkt

Bad Wurzach / Lesedauer: 2 min

Bad Wurzacher Glashersteller legt Halbjahresbilanz vor
Veröffentlicht:29.07.2022, 11:00

Von:
Artikel teilen:

Im ersten Halbjahr 2022 hat neben der Covid-19-Pandemie auch der Krieg in der Ukraine die Bad Wurzacher Verallia Deutschland AG – mit ihren Gesellschaften in Deutschland und Osteuropa – entsprechend beeinflusst. Das teilt das Unternehmen mit, das in Bad Wurzach etwa 550 Menschen beschäftigt.

Die Halbjahreszahlen des Behälterglasherstellers haben sich bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum selben Zeitraum 2021 unterschiedlich entwickelt. Obwohl der Konzernumsatz im Zuge der zunehmenden Inflation durch höhere Verkaufspreise sowie Mengenzuwächse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode gesteigert werden konnte, konnte dies die höheren Umsatzkosten – insbesondere im Bereich der Energiebeschaffung – nicht vollständig kompensieren. Der Konzern-Gewinn vor Steuern und Abgaben (EBIT) liegt daher unter dem des Vorjahres.

Ein Plus von 18,3 Prozent

Der Umsatz des Verallia-Deutschland-Konzerns betrug in der aktuellen Berichtsperiode 310,8 Millionen Euro und liegt damit 18,4 Prozent über dem Umsatz des ersten Geschäftshalbjahres 2021. Dabei stieg der Umsatz in Deutschland um 18,3 Prozent auf 235,8 Millionen Euro. Auch in Osteuropa war ein Anstieg um 18,5 Prozent auf 75,0 Millionen Euro zu verzeichnen.

Zum 30. Juni 2022 lag das ausgewiesene Konzernergebnis bei 23 Millionen Euro nach 25,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT des Verallia-Deutschland-Konzerns beträgt 34,9 Millionen Euro und ist damit um 5,2 Millionen Euro niedriger als in der Vergleichsperiode 2021. Höhere Umsatzkosten, insbesondere für die Energiebeschaffung, konnten durch die Umsatzerhöhungen nicht vollständig kompensiert werden. Zudem wurde in der Ukraine mit Kriegsbeginn im Februar eine Schmelzwanne vorsorglich abgestellt.

Erfreulich ist laut Unternehmen, dass trotz der geopolitischen Schwierigkeiten Deutschland und Osteuropa auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven Beitrag sowohl zum EBIT als auch zum Konzernergebnis nach Steuern leisten.

Die Prognose

Die Verallia Deutschland AG geht davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr – vorausgesetzt, Gaspreise und -verfügbarkeit bleiben auch außerhalb Russlands einigermaßen stabil – die operativen Kennzahlen segmentübergreifend leicht verbessern. Im Laufe des ersten Halbjahres umgesetzte Preiserhöhungen sollten im zweiten Halbjahr voll wirksam werden.

Die Verallia Packaging S.A.S., deren einzige Gesellschafterin wiederum die Verallia S.A. ist, hält über ihre Tochtergesellschaften Verallia France und Horizon Holdings Germany mehr als 95 Prozent der Aktien an der Verallia Deutschland AG. Sie beabsichtigt derzeit, Minderheitsaktionäre über ein sogenanntes Squeeze-out aus der AG zu verdrängen. Als Barabfindung soll es 620,06 Euro je Inhaberaktie geben. Der Squeeze-out soll bei der Hauptversammlung am 24. August beschlossen werden.