Schulzentrum

Wie teuer darf der Schulhof werden? Klare Ansage der Stadtbaumeisterin

Bad Wurzach / Lesedauer: 3 min

Architekt stellt seinen Entwurf für den neuen Schulhof am Schulzentrum vor
Veröffentlicht:29.06.2022, 16:00

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Die Neugestaltung des Schulhofs am Schulzentrum ist wieder einen Schritt näher gerückt. Der neue Planer hat seinen Entwurf dem Gemeinderat vorgestellt und dabei auch eine erste Aussage zu den Kosten gemacht.

Das Gremium fasste einstimmig einen Baubeschluss auf der Grundlage des Entwurfs von Landschaftsarchitekt Martin Kappler aus Wangen. Er wird mit diesem Konzept nun in die Detailplanung gehen. Stimmt der Ratsausschuss dieser zu, werden die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben. Im Frühjahr 2023 könnte dann der Umbau des fast 2300 Quadratmeter großen Schulhofs beginnen.

Gelände wird angehoben

Die Planung sei mit den Schulleitungen und den Schülervertretern abgesprochen worden, hoben Architekt und Verwaltung hervor. Vorgesehen ist, das Gelände etwas anzuheben, damit die Eingänge zu Realschule und SBBZ ebenerdig sind. Zur etwas höher gelegenen Werkrealschule (WRS) wird es noch ein paar wenige Stufen geben, dazu eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

Der Hof soll aber vor allem von mehr Grün dominiert werden. Dazu gehören auch eine „Spiel- und Rückzugsfläche“ (mutmaßlich mit einem Niedrigseilgarten) zwischen Realschule und SBBZ sowie ein kleiner Schulgarten links neben dem SBBZ-Eingang. Zwischen WRS und Realschule ist ein „Schülercafé“ mit Tischen und Bänken geplant.

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Die lange Bankreihe entlang der Wand zur Turnhalle bleibt erhalten. Der Platz wird in drei verschiedenen Grautönen gepflastert, wobei die Pflasterstein im sogenannten wilden Verband angeordnet werden.

Das Problem des Vandalismus

„Ich bin sehr glücklich mit diesem Entwurf“, sagte Stadtbaumeisterin Kathleen Kreutzer , und auch die Ratsmitglieder hatten nur noch Detailfragen. Allgemeiner wurde es bei der Frage von Karl-Heinz Buschle (FW), wie man angesichts des „schwierigen Klientels“ im Umfeld des Schulzentrums den neuen Schulhof vor Vandalismus bewahren will. „Man wird nicht alles verhindern können“, gestand Bürgermeisterin Alexandra Scherer (CDU) ein, „niemand will ja ein eingezäuntes Schulgelände“.

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Stadtrat Franz-Josef Maier (MW) erkundigte sich, ob im Zuge der Hofneugestaltung auch die Waschbetonfassaden, die ja eher „Vintage“ seien, überarbeitet werden. Das verneinte Kreutzer, aber man werde in einem separaten Projekt das Vordach der WRS sanieren, und auch „die Sanierung der Fassaden haben wir auf dem Schirm“.

Die Kostenfrage

Klaus Schütt erkundigte sich schließlich nach den Kosten. Hier blieb Kappler zurückhaltend. Er sei derzeit dabei, „die Kosten vertieft zu rechnen“. Absehbar ist für ihn aber, dass das derzeitige Gesamtbudget von 750 000 Euro „nicht ganz einfach zu halten“ sei.

„Meine Devise ist ganz klar: Wir gehen keinesfalls mit absehbaren Mehrkosten in die Ausschreibung“, so indes die klare Ansage der Stadtbaumeisterin Kreutzer. Dies müsse in der weiteren Detailplanung des Projekts beachtet werden, zum Beispiel bei der Materialauswahl. „Notfalls muss auch auf das eine oder andere Element verzichtet werden“, so Kappler daraufhin und nannte als Beispiel das „Schülercafé“.