Vorplatz

Für den Vorplatz gibt’s{- }verschiedene Ideen

Bad Wurzach / Lesedauer: 3 min

Für den Vorplatz gibt’s{- }verschiedene Ideen
Veröffentlicht:29.07.2010, 15:20
Aktualisiert:26.10.2019, 01:00

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Freier Platz oder Bäume in der Mitte, welche Materialien, wie soll die Beleuchtung aussehen? Mit diesen Fragen über die Gestaltung des neuen Platzes zwischen Stadtpfarrkirche und Kloster Maria Rosengarten haben sich zwei Architektinnen beschäftigt. Ihre Konzepte stellten sie kürzlich dem Gemeinderat vor. Die Bürger können diese Vorschläge auch im Amtshaus zu den üblichen Öffnungszeiten einsehen.

Von unserer Redakteurin  Nina Jahnel

Die Frage, wie der Platz vor dem Kloster Maria Rosengarten nach dessen Sanierung aussehen soll, beschäftigt derzeit den Gemeinderat von Bad Wurzach. Zwar ist jetzt erst der Um- und Innenausbau im Gang, dann muss der neue Anbau auf der Achseite verwirklicht werden. Danach folgt das Naturschutzzentrum. Wenn das Gebäude abgerissen ist, entsteht auf dem Platz zwischen Maria Rosengarten und Stadtpfarrkirche eine große freie Fläche. Und die will sinnvoll gestaltet werden.

Die Landschaftsarchitektinnen Gisela Marta Stötzer aus Freiburg und Sylvia Brack aus Leutkirch hatten im Auftrag der Stadt dazu Vorschläge erarbeitet. Beide verfolgen unterschiedliche Ansätze.

Stötzer baute ihr Konzept darauf auf, dass der Platz später ganz unterschiedlich genutzt wird: zum Verweilen, zum Warten (etwa für Gruppen, die die Ausstellung im Naturschutzzentrum besuchen), als möglicher Platz für den Wochenmarkt oder als Veranstaltungsort. Dementsprechend schlägt Stötzer vor, den Platz größtenteils frei zu lassen. Das Thema Ried und dessen Entwicklung möchte sie im Belag des Platzes aufgreifen, zum Beispiel durch Materialien aus den verschiedenen Epochen, die wie ein Wegweiser in Richtung des neuen Naturschutzzentrums führen. Auf der Rückseite des Klosters greift Stötzer das Thema Rosengarten auf. Außerdem soll es einen barrierefreien Zugang vom Parkplatz hinter dem Kurhaus zur Stadtpfarrkirche geben, den vor allem Gottesdienstbesucher nutzen können. Für Menschen mit Gehbehinderung schlägt sie einen Halteplatz für Autos in der Nähe der Achbrücke vor, an dem ein- und ausgestiegen werden kann.

Das Ried spielt auch im Entwurf der Leutkircher Landschaftsarchitektin Sylvia Brack eine große Rolle. Betrachtet man das Wurzacher Ried von oben, ist eine Art Mosaikstruktur erkennbar. Diese möchte Brack auch in die Platzgestaltung einfließen lassen. Dort könnte das „Riedmosaik“ aus Pflaster- und Pflanzflächen bestehen, die durch eine Bänderung gegliedert sind. Zudem unterteilt Brack den Platz in Kirchvorplatz und Platz vor dem neuen Glasanbau. Auf der Höhe dieses Anbaus könnte eine Wassertreppe zur Ach führen. Vor dem Kloster, in der Nähe zum Fluss, schlägt sie eine Baumgruppe vor. Angedacht sind Birken, aufgrund ihrer luftigen Struktur. Auch in Bracks Vorschlag ist ein Fußweg vom Kurhausparkplatz zur Kirche vorgesehen. Außerdem schlägt sie vor, das Flachdach auf der Seite zum Kurpark hin, extensiv zu begrünen.

Welcher der beiden Vorschläge tatsächlich umgesetzt werden soll, wird der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Frühestens Ende 2012 kann der Platz überhaupt angegangen werden, sofern die Finanzierung bis dahin abgesichert ist.

Pläne und Modelle zur Gestaltung des Platzes sind im Eingangsbereich des Amtshauses ausgelegt und können dort zu den üblichen Öffnungszeiten angesehen werden.