Ärzteschaft

Bad Wurzacher Mediziner fordert Ärzteschaft auf: Putin für unzurechnungsfähig erklären

Bad Wurzach / Lesedauer: 2 min

Der Bad Wurzacher Björn Kliem richtet sich mit einem offenen Brief an verschiedene Mediziner-Verbände. Putin sei offensichtlich psychisch krank und man müsse auf einen neuen Stauffenberg hoffen.
Veröffentlicht:26.03.2022, 18:00
Aktualisiert:12.04.2022, 01:00

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Wladimir Putin soll von der Ärzteschaft offiziell für unzurechnungsfähig erklärt werden. Das fordert der Mediziner Björn Kliem , der in Bad Wurzach und Ravensburg praktiziert, in einem offenen Brief.

Diesen richtet der Mediziner an den Präsidenten des Weltärztebundes, den Präsidenten der Bundesärztekammer und den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie.

Hochgradig psychisch krank.

Es sei „mittlerweile auch für ,Nicht-Ärzte’ offensichtlich, dass wir es bei dem Führer der russischen Föderation mit einem Psychopathen zu tun haben“, schreibt Kliem. „Dieser Mensch ist offensichtlich hochgradig psychisch krank. Spätestens nach der Aussage über eine Entnazifizierung eines Staates, der von einem Juden angeführt wird, ist dies wohl auch dem Letzten klar geworden.“

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Der Arzt spricht von einem Angriff auf die gesamte westliche Welt. „Daher ist es unsere Pflicht in den gefährlichsten Tagen seit dem zweiten Weltkrieg mutig und vorbildlich im Rahmen unserer ärztlichen Profession voran zu gehen.“ Ein solcher Schritt bilde gleichsam auch eine Legitimationsgrundlage für die russische Elite, „den Diktator zügig in die Schranken zu weisen“.

Das ist Kliems Forderung

Daher solle, so Kliem, die gesamte deutsche Ärzteschaft und die Ärzteschaft der ganzen Welt „den russischen Diktator aufgrund seiner hochgradigen psychischen Störung aus ärztlicher Sicht offiziell und medienwirksam als unzurechnungsfähig erklären“.

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Er sei schon seit Jahren der Meinung, dass Putin psychisch krank ist, so Kliem im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. „Dafür bin ich oft belächelt worden. Jetzt tut dies niemand mehr.“ Mimik, Gestik, was er sage und tue, seien offensichtliche Indizien für diese Ferndiagnose, führt der Bad Wurzacher Mediziner weiter aus.

Hoffen auf einen „Stauffenberg 2.0“

Dass die hochrangigen Kollegen seinem Aufruf folgen, glaubt Björn Kliem freilich nicht, auch wenn dieser Schritt „nachvollziehbar und richtig“ wäre. Vielmehr hofft er, dass innerhalb Russland der Widerstand wächst.

„Vielleicht gibt es einen Stauffenberg 2.0“, so der Arzt mit Blick auf den deutschen Widerstandskämpfer, der, allerdings erfolglos, den NS-Führer Adolf Hitler ausschalten wollte.