Stadtbauamt

Alexandra I. verlängert Dienstanweisung „für alle Zeiten“

Bad Wurzach / Lesedauer: 2 min

Stadtbauamtsfasnet versetzt Bad Wurzach in den Kreis Biberach
Veröffentlicht:28.02.2019, 19:15
Aktualisiert:22.10.2019, 12:00

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Das ganze Stadtbauamt im Baufieber, das diesjährige Motto für den Frühschoppen im Stadtbauamt lautete: „Die Bauretter – heute live aus dem Stadtbauamt“. Bereits beim Eintritt in die heiligen Hallen von Rude und Co. war dies nicht zu übersehen: Bauschilder und Begrenzungen wiesen den Besuchern den Weg in den ersten Stock, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stadtbauamt und NAZ die Feierwilligen empfingen.

Seit dem Umzug des Amtes ein Stockwerk höher wurden Räume frei: So wurde der Raum fürs Baurecht von Bürgermeister a.D. Roland Bürkle mit seinen Davidoff und Stumpen kurzerhand zum Raucherzimmer ausgerufen. Und weil die Zimmerleute, die am Nachmittag den Narrenbaum beim Rathaus setzten, zum Vorglühen ebenfalls die Bar nebenan besetzten, wurde der Raum auch gleichzeitig noch als Spielwiese der holzverarbeitenden Branche verwendet.

Hausherr Matthäus Rude ließ sich, als Bürgermeisterin Alexandra die Erste mit ihrer Entourage (aka Stadtverwaltung), getarnt als Schwarzarbeitskontrolleure, eintraf, die Dienstanweisung zum Feiern der Stadtbauamtsfasnet verlängern. Und da Alexandra Scherer der Fasnet nicht abgeneigt ist, geschah dies gleich „für alle Zeit“.

Da drängten sich dann illustre Gäste im ehemaligen Empfang des Bauamtes. Ein stellvertretender Bürgermeister hatte einen Bauleiter vom Kurhotel für ein Jahr zu verleihen. Der Feuerwehrkommandant betätigte sich gemeinsam mit anderen Kollegen als Mörteldesigner. Und auch der Personalchef der Stadt wurde im „blaua Done“ gesichtet.

Irgendwie scheint beim Umbau auch ein Stück Identifizierung mit dem Landkreis Ravensburg verloren gegangen zu sein, denn ein Plakat verkündete mit einem Dreizeiler in großen Lettern: „Stadt Bad Wurzach, Kreis Biberach, Geld im Überfluss.“ Oder sollte dies bei Bürgermeisterin Scherer nur „a hoimelig’s Gfiahl“ wecken?

Musikalisch sorgte wieder die Jodler Rosl gemeinsam mit dem Stadtbauamt-Eigengewächs Robert Reischmann für beste Stimmung bei den Gästen, die trotz Umbau nicht auf den gewohnten Komfort in der „Kantine“ mit dem unter der Decke schwebenden Vesper mit schwäbischem Wurstsalat und „angmachta Backstoikäs“ verzichten mussten. Ebenfalls nicht verzichten mussten die Frühschoppenbesucher auf die musikalischen Gäste: Lumpenkapelle, Fanfarenzug und Schalmeien gaben sich die Klinke in die Hand, um das „neue alte Stadtbauamt“ auch gebührend einzuweihen.