Photovoltaik

Debatte um noch mehr Photovoltaik in Amtzell

Amtzell / Lesedauer: 2 min

Neue Anfrage für Bereich Karbach – Im Gemeinderat werden kritische Stimmen laut
Veröffentlicht:24.02.2022, 10:00

Von:
Artikel teilen:

Die Norbert Buck Unternehmens- und Energieberatung will eine weitere Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich Amtzell-Karbach errichten. Einen entsprechenden Antrag hat die Firma bei der Gemeinde eingereicht. Die Anlage soll auf einem vier Hektar großen Gelände nahe der Autobahn A 96 errichtet werden und eine Leistung von 4,5 bis 5 Megawatt liefern.

Damit wäre die neue Anlage etwa viermal so groß wie die Anlage, die bereits in Karbach installiert ist. Letztere steht im Bereich der Autobahnanschlussstelle Wangen-West bei Karbach ist schon seit dem Frühjahr 2020 in Betrieb. Der erzeugte Strom der neuen Anlage soll auch direkt ins Netz eingespeist werden. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung hatten die Räte nun Gelegenheit sich zu dem Vorhaben zu äußern.

Genehmigungsfähigkeit in Zweifel gezogen

Stefan Rilling (CDU) meinte bei der Aussprache: „Das ist eine topfebene Fläche, perfekt für die Landwirtschaft. Es ist einfach schade, dass man auf so einer Fläche eine PV-Anlage errichtet. Bestimmt gibt es entlang der Autobahn andere Flächen, die besser geeignet wären. Ich bin daher nicht dafür und glaube auch nicht, dass es genehmigungsfähig ist“. Ähnlich sieht es Otto Allmendinger (UL), selbst Landwirt: „Wir brauchen regenerative Energien dringend. Aber diese Fläche ist zu schade für Photovoltaik und sie ist wohl auch zu weit weg von der Autobahn“.

Damit spielte Allmendinger auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) an, das den Bau von Photovoltaik-Anlagen entlang von Autobahnen mit einem Abstand von 110 Metern – seit 2021 – von 200 Metern vom Fahrbahnrand als förderfähig vorsieht. Adelinde Wanner (OBL) fragte darüber hinaus was der Regionalplan zu dieser Fläche zu sagen habe, die im Übrigen „toll“ sei für Gewerbe.

Gemeinderat will zunächst weitere Infos

Da für die Fläche auch eine Änderung des Flächennutzungsplans vorgenommen sowie ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsste, beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung zunächst, weitere Punkte mit den verschiedenen Genehmigungsbehörden abzuklären, bevor ein Beschluss zum Antrag erfolgen kann.