Millionengrenze

Turnhallen-Erweiterung hat Millionengrenze überschritten

Aichstetten / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich waren rund 700 000 Euro veranschlagt – Fertigstellung ist für die zweite Juliwoche geplant
Veröffentlicht:31.03.2014, 16:35
Aktualisiert:24.10.2019, 15:00

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In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Aichstetten ist den Räten ein Zeitplan zur Fertigstellung der Erweiterung der Turn- und Festhalle vorgelegt worden. „Der Bauzeitenplan weist nun die zweite Juliwoche als Fertigstellung aus“, erklärte Bürgermeister Dietmar Lohmiller. Ein Problem sei allerdings die Kostenentwicklung: „Da machen wir immer längere Gesichter.“ Die Erweiterung der Turn- und Festhalle war mit rund 700 000 Euro reinen Baukosten veranschlagt worden. Mittlerweile sei allerdings die Millionengrenze überschritten worden, „und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“.

Weiterhin informierte der Bürgermeister die Gemeinderäte, dass es seit vergangener Woche eine neue Erkenntnis zum Thema Brandschutz gebe. Verschiedene Bauabschnitte müssen mit sogenannten F30-Bauteilen gegen Feuer geschützt werden. F30 bedeute, dass beispielsweise eine Wand einem Feuer 30 Minuten lang Widerstand leisten müsse.

Durch den Einbau einer neuen und bauabschnittübergreifenden Lüftung sei dem Lüftungsbauer aufgefallen, dass dieser Schutz nicht gewährleistet sei. Es war nicht geplant gewesen, den Sportlerteil mit F30-Wänden abzuschirmen. Durch die Lüftung könne jedoch Rauch übertragen werden. „Die Lüftungsanlage umzubauen ist sehr teuer“, erklärte Lohmiller. Stattdessen solle im Eingangsbereich der Sportler das Holz entfernt und F30-Platten sollen angebracht werden. Das würde etwa 5600 Euro kosten. Den Umbau der Lüftung schätzte Dietmar Lohmiller doppelt so teuer ein, mit dem Nachteil, dass nach wie vor die alten Wände vorhanden wären. „Das ist mal wieder eine unerfreuliche Situation“, sagte der Bürgermeister.

Der Gemeinderat wollte jedoch nicht einfach über die Kosten entscheiden, sondern stimmte dem Vorschlag des Bürgermeisters zu, sich am nächsten Jour fixe auf der Baustelle ein Bild zu machen und dann zu entscheiden, wie man vorgehen will. Diese regelmäßigen Treffen waren nötig geworden, da der Arbeitskreis und der Gemeinderat sich über die Arbeiten besser informieren wollen.