StartseiteRegionalRegion AllgäuAichstettenMehr E-Ladesäulen und ein neuer Look für den Euro-Rastpark an der A 96

Umbau fast beendet

Mehr E-Ladesäulen und ein neuer Look für den Euro-Rastpark an der A 96

Aichstetten / Lesedauer: 4 min

Die Gaststätte  in Altmannshofen an der A 96 wird umgebaut. Eine große E-Ladetankstelle kommt hinzu. Auch sonst hat das Pächter-Ehepaar Dumlu einiges vor.
Veröffentlicht:09.12.2023, 18:00

Artikel teilen:

Wände in Holzoptik, Schaffelle auf den Sitzbänken, ein Kamin, Vorhänge an den Fenstern, Bilder an den Wänden: Klingt fast wie ein Wohnzimmer, ist aber der neue (Allgäu-)Look der Gaststätte des Euro-Rastparks an der A 96 bei Altmannshofen, Gemeinde Aichstetten.

Im vergangenen Februar hatte das Pächter-Ehepaar Brigitte und Bilal Dumlu aus Leutkirch bereits den Shop der Rastanlage modernisiert. „Weil der so schön geworden war, wollten wir so schnell wie möglich auch unsere Gasträume und das Bistro auffrischen“, sagt Bilal Dumlu.

Fertig bis Weihnachten

Und so begannen Mitte Oktober auch in diesem Bereich die Umbauarbeiten, in die ein niedriger siebenstelliger Betrag investiert wird. Abgeschlossen werden sie voraussichtlich am 20. Dezember, gerade rechtzeitig zum großen Weihnachts-Reiseverkehr. Ein kleiner Teil des Gastraums ist schon fertig eingerichtet, allerdings wegen der Bauarbeiten drumherum noch gesperrt.

Beim Umbau des Shops sei darauf geachtet worden, dass alles schnell geht, erzählt Brigitte Dumlu. So wurde für Stoßzeiten eine dritte Kasse aufgestellt und an der Verkaufstheke gibt’s jetzt auch Kaffee und Snacks zum Mitnehmen. „Unsere Kunden können so alles auf einmal kaufen. Das kommt ihnen entgegen, weil sie sich nicht nochmal für Kaffee oder Snack anstellen müssen. Und für uns hat es den Vorteil, dass es sich draußen an den Zapfsäulen nicht so staut“, erläutert Brigitte Dumlu.

Wer etwas mehr Auswahl haben will, findet die an der neuen großen Bistro-Theke. Auch sie ist in Holzoptik gehalten.

Werbung für die Region

Wer sich im Restaurant niederlässt, bringt meist etwas mehr Zeit mit. Und dieser Kundschaft wollen Dumlus es künftig richtig gemütlich machen. „Tradition und Moderne des Allgäus“ wollen sie mit dem neuen Gastraum vermitteln und damit auch ein bisschen Werbung für die Region machen.

Die bislang die Gaststätte dominierende Treppe zum Obergeschoss wird an den Rand versetzt, wo sie auch einen gewissen Sichtschutz zum Weg zu den Toiletten bildet. Die Tagungsräume im hinteren Bereich sind verschwunden. 102 Sitzplätze hat der so entstandene große Gastraum künftig.

60 Angestellte

Bei den Speisen setze man weiterhin auf gesund und selbst gekocht, sagen Dumlus, die in ihrem Rastpark 60 Menschen beschäftigen, 40 als Vollzeitkräfte. „Schon unser Vorgänger Günter Kretschmer hat darauf Wert gelegt, dass zum Beispiel Spätzle, Bratkartoffeln oder Schnitzel vor Ort zubereitet werden. Das hat mich richtig überrascht, als ich das erste Mal hier war“, erzählt Bilal Dumlu und führt es aus Überzeugung fort.

Mit dem Umbau des Gastraums sind die Dumlus aber noch nicht fertig mit der Neugestaltung des Euro-Rastparks. Der Toilettenbereich folgt als nächstes, „und im November 2024 ist die Küche dran. Dann sind wir wirklich durch.“

Mehr E-Ladestationen

Gleichzeitig wird im Außenbereich des 1996 eröffneten Rastparks an der A 96 modernisiert und erweitert. Für die Kühlzelle wird dort ein Anbau erstellt. Der Müllbereich wird in Richtung der Bahngleise verlegt. Vor allem aber wird der Ladebereich für Elektrofahrzeuge spürbar erweitert. Derzeit besteht er aus acht Stationen für Tesla und sechs für andere E-Autos.

Bis Weihnachten sollen es insgesamt 50 Ladestationen sein,

sagt Bilal Dumlu.

Die Nachfrage sei einfach da und nehme stetig zu.

Erhöht wird auch die Zahl an Kraftstoff-Zapfsäulen für Pkw. Bislang sind es acht, eine neunten soll absehbar dazukommen. Vier gibt es derzeit für Lkw. Ebenso geplant ist die Erweiterung der Pkw-Stellplätze. Derzeit gibt es 60.

50 sind es für Lkw. Wobei Dumlu auch sagt: „70 bis 80 Laster sind meistens da.“ Dringend nötig wäre daher der neue große Lkw-Stellplatz, den sein Verpächter, die Euro-Rastpark GmbH aus Regensburg gegenüber der Landesstraße plant. Noch wird dieses Vorhaben aber von der Gemeinde Aichstetten blockiert.

30.000 Kunden

Die Kommune fordert vor allem, den Bau eines Kreisverkehrs in die Planung mitaufzunehmen. So soll der durch den Rastpark entstehende enorme Verkehr besser und gefahrloser fließen. Bilal Dumlu kann dazu auch Zahlen liefern. „Die Reisewelle am Pfingstwochenende ist jedes Jahr unsere Hochzeit, gefolgt von Ostern. In den Sommerferien verteilen sich die Reiseströme zeitlich besser. Aber vergangenes Pfingstwochenende hatten wir hier an die 30.000 Tankvorgänge.“

In der Gaststätte zählten Dumlus an jenem langen Mai-Wochenende rund 7000 Kunden. Wenn sich herumspricht, wie allgäuerisch-gemütlich es im Restaurant geworden ist, könnten es künftig noch einige mehr werden.