Weihnachtskonzert

Weihnachtskonzerte im Lockdown

Achberg / Lesedauer: 2 min

Kulturschaffende spielen über eigene Streamingplattform
Veröffentlicht:23.12.2020, 14:38

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Die Achberger Weihnachtskonzerte finden in diesem Jahr anders statt als gewohnt – aber sie finden statt. Eine Projektgruppe aus dem Kreis Ravensburg und dem Kapuzinerzentrum hat mit vier Gruppen die Konzerte im Schloss Achberg aufgezeichnet. Am 26. Dezember ab 16 Uhr werden sie im Internet auf diestreamerei.de, in den sozialen Kanälen des Landratsamtes Ravensburg und auch auf der Seite schwäbische.de kostenlos gezeigt. Es spielen das Ponticelli-Ensemble aus Aulendorf, das Posaunenquartett Tromposi aus dem Kreis Ravensburg, die Guerilla-Brassmusik und das Ensemble Diapason, sieben klassische Vokalisten aus dem Kreis Ravensburg.

Acht Musiker, die gemeinsam musizieren. So sieht das Bild mit den acht verschiedenen Kameraperspektiven auf den ersten Blick aus. Aber wenn man genauer hinblickt, befindet sich jeder Musiker ganz allein in einem Raum. Was ihre sieben Kollegen so treiben, sehen sie nicht. Sie hören es nur – über Kopfhörer.

„Die waren alle ganz schön angespannt deswegen“, erinnert sich Robert Huber , der im Ravensburger Kulturverein „Kapuziner“ für das Programm verantwortlich ist. Letzten Endes war es seine Idee, die Musiker im Schloss Achberg in diese außergewöhnliche Lage zu versetzen, um eine Reihe corona-konformer Weihnachtskonzerte aufzunehmen. „Seit fast einem Jahr dürfen die ja nicht einmal mehr richtig proben. Und jetzt wurden sie bei ihrem ersten richtigen Auftritt seit März auch noch aufgezeichnet“, sagt Huber. Am Ende aber haben sie sich alle gefreut, mal wieder gemeinsam zu musizieren.

„Wir versuchen einfach nur, ein bisschen was Kulturelles auf die Reihe zu kriegen“, so Huber. Wie schlecht es um die Kultur bestellt ist, wisse mittlerweile jeder. Das Kulturzentrum Kapuziner habe seit März keine Veranstaltungen mehr organisieren dürfen. „Bei uns geht es jetzt um die Existenz, auf uns kommen harte Zeiten zu.“ Im März sei die Idee der Onlineplattform „Die Streamerei“ geboren worden, um wenigstens die Sichtbarkeit der örtlichen Kulturschaffenden aufrecht erhalten zu können.