Münzsammlung

Miese Masche: Betrüger luchsen Achbergerin teure Münzsammlung ab

Achberg / Lesedauer: 2 min

Die Täter gaben vor, die Tochter habe jemanden totgefahren. Darauf fiel die Mutter herein, hatte aber nicht genug Geld und bot ihnen wertvolle an.
Veröffentlicht:29.06.2022, 16:19
Aktualisiert:29.06.2022, 16:20

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Eine Achbergerin ist ihre wertvolle Münzsammlung unfreiwillig losgeworden, weil Betrüger ihr einen sprichwörtlichen Bären aufgebunden haben, um an die Wertgegenstände zu kommen. Dies geht aus einem Bericht der Polizei hervor.

Demnach riefen bislang Unbekannte die 56-jährige Frau am Dienstag an und teilten ihr mit, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei sei ein Familienmitglied eines bekannten Politikers zu Tode gekommen. Jetzt drohe der Tochter der 56-Jährigen eine Inhaftierung, so die Betrüger laut Polizeibericht. Und sie schwindelten weiter: Die Haft könne nur abgewendet werden, wenn die Frau einen hohen Geldbetrag zahle.

Treffen ausgerechnet vor dem Amtsgericht Wangen

Die Achbergerin fiel auf Lügen herein und bot den Betrügern anstatt des geforderten sechsstelligen Geldbetrag ihr Münzsammlung an, um ihrer Tochter zu helfen. Schließlich kam es zu einem Treffen der Frau mit den Unbekannten – und zwar auf dem Parkplatz des Wangener Amtsgerichts .

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Dort übergab die Frau die Münzen im Wert von mehreren zehntausend Euro. Und dort wurden die Täter noch dreister: Jetzt behaupteten sie, dass eine weitere von der Tochter angefahrene Person ihren Verletzungen erlegen sei und forderten eine weitere Geldsumme im fünfstelligen Bereich. Erst als die Frau erklärte, dass sie Probleme bei der Beschaffung des Geldes habe, ließen sie von ihr ab.

Was die Polizei in solchen Fällen rät

Aus diesem Anlass weist die Polizei abermals auf die trickreichen Betrugsmaschen hin, mit denen Straftäter durch Lügen versuchen, an das Geld ahnungsloser Bürger zu gelangen. Indem sie sich als Autoritätsperson ausgeben oder eine hilflose Lage Angehöriger vortäuschen, bewegen sie ihre Opfer durch geschickte Gesprächsführung dazu, ihnen Wertgegenstände und große Geldsummen zu überweisen.

Grundsätzlich raten die Beamten: „Sollten sie auch einen solchen Anruf erhalten, legen Sie auf! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Versichern Sie sich durch einen Rückruf einer Ihnen bekannten Nummer bei Angehörigen und verständigen Sie im Zweifelsfall den Notruf unter 110.“ Weitere Infos finden Sie unter: www.polizei-beratung.de