Gasumlage

Widerstand gegen Gasumlage wächst - Streit um Kosten für Verbraucher

Berlin / Lesedauer: 2 min

Verbraucherzentralen, Linke und Gewerkschaften warnen – Ruf nach weiterer Entlastung
Veröffentlicht:28.07.2022, 20:28
Aktualisiert:29.07.2022, 09:48

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Wirtschaftsminister Robert Habeck rechnet damit, dass wegen der Gasumlage jährlich Kosten von mehreren Hundert Euro pro Haushalt auf die Verbraucher zukommen. Die Höhe der Umlage stehe noch nicht endgültig fest.

Sie werde aber in der Spanne von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde liegen, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einem Auftritt in Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt. Bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Jahr lande man so in einem mittleren Hundert-Euro-Bereich.

Andere Berechnungen gehen von mehr als 1000 Euro aus. Kosten, die zusätzlich zu den normalen Preiserhöhungen anfallen. Verbraucherschützer und Gewerkschaften forderten in diesem Zusammenhang Entlastungen vor allem für einkommensschwächere Bürger.

Linke lehnen Gasumlage ab

Für die Linke sprach sich der frühere Parteichef Bernd Rixinger komplett gegen die Umlage aus. „Eine Gasumlage, die nach Medienberichten bis zu 1000 Euro extra pro Jahr für Gaskunden bedeuten könnte, ist sozial ungerecht und muss vermieden werden“, sagte er der „Schwäbischen Zeitung“.

Der Bundestagsabgeordnete aus Stuttgart erklärte weiter: „Jetzt muss es darum gehen, dass nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher die Zeche für die Fehler der Bundesregierung zahlen. Dazu brauchen wir eine Deckelung der Gaspreise für den Grundverbrauch der Haushalte.“

Die nun erkennbare Abhängigkeit von russischen Energielieferungen wäre „vermeidbar gewesen, wenn die Bundespolitik frühzeitig konsequent den Ausbau erneuerbarer Energie vorangetrieben hätte“, so Riexinger. „Leider ist auch bei der Ampelkoalition kein Umdenken zu erkennen, wenn man Sondervermögen für Waffen statt für die Energiewende bereitstellt.“