Beamtenwesen

Beamte in Not

Politik / Lesedauer: 1 min

Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:05.12.2022, 06:00

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Aus gegebenem Anlass wollen wir uns ein wenig mit dem deutschen Beamtenwesen beschäftigen. Nämlich: Der jüngst wiedergewählte Generaldirektor des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, hat einen CDU-Parteifreund scharf attackiert. Genau genommen handelt es sich um den stellvertrenden CDU-Vorsitzenden Carsten Linnemann . Der hatte sich erdreistet, in einem frisch erschienenen Buch der Ansicht zu sein, es gebe in Deutschland viel zu viele Beamte inklusive Beamtinnen. Er hat auch ein paar Zahlen geliefert. Allein in den Jahren von 2012 bis 2021 seien die Personalausgaben des Bundes um neun auf 36 Milliarden Euro gestiegen. Schuld sei nicht zuletzt die Politik: „Wir haben mittlerweile so viele Minister, Staatssekretäre und Regierungsbeauftragte wie nie zuvor. Die Beamtenapparate in den Ministerien werden immer weiter aufgebläht.“

Demgegenüber hat der Beamten-Generaldirektor bemängelt, die Besoldung seiner Schutzbefohlenen reiche oft nicht aus für einen angemessenen Lebensunterhalt. Man dürfe den Berufsnachwuchs nicht abschrecken. Forderungen nach einer „Lehrer-Entbeamtung“ seien sozusagen Teufelszeug. Allerdings hat es der Herr Silberbach versäumt zu erklären, weshalb alle angehenden Lehrer gern Beamte werden wollen, obwohl sie dann ja am Hungertuch nagen müssen. Alles ein wenig rätselhaft.

Ein uns persönlich bekannter Oberstudienrat a. D. hat angemerkt, sein Generaldirektor habe nicht ganz unrecht. Von seiner bescheidenen Pension könne er sich nur mühsam einen Porsche leisten. Außerdem sei sein Harem kostspielig. (vp)