Nikolaustag

Bald ist Nikolaus

Politik / Lesedauer: 1 min

Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:03.12.2022, 06:00

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Man kann nie früh genug darauf hinweisen: Bald ist Nikolaustag. Damit verbunden ist die unbedingte Notwendigkeit, einen anständigen Stiefel vor die Tür zu hängen. Auf dass der heilige Mann ihn mit allerlei Naschwerk oder werthaltigeren Präsenten fülle. Aber dabei fängt es ja schon an. Nicht jeder Herzenswunsch passt in so einen Stiefel, zumal der Durchschnittsmensch mit Größe 43 von Natur aus weniger gesegnet ist als quadratlatschige Personen mit Größe 48.

Doch selbst bei kolossaler Schuhgröße gibt es natürliche Grenzen, an die der Stiefel in Bezug auf Geschenke stößt. Wer vom Nikolaus ein Klavier haben möchte, der wird blöd aus der Wäsche respektive auf die Socke gucken. Ähnliches gilt freilich für Gitarre, Tenorsaxophon, Schlagzeug oder Kontrabass. Im Bereich der Musikalien passen lediglich Mundharmonika, Piccoloflöte und Maultrommel bequem in den Stiefel. Wobei’s bei genannten Instrumenten dann endgültig vorbei ist mit der friedlichen, besinnlichen Adventszeit.

Die Innenausstattung der Nikolausstiefel ist seit jeher eher von anderen Dingen geprägt, zum Beispiel von Nüssen. Beliebt zum Verschenken sind dabei gerade zu Inflationszeiten die doch eher großvolumigen Walnüsse. Denn diese lassen den Stiefel bei verhältnismäßig geringen Kosten stramm gefüllt aussehen. Wobei reich beschenkt zu werden, meistens keine positiven Auswirkungen hat, weil der Mensch seiner Natur gemäß dann immer nur noch mehr haben will. Dagegen hat allerdings Knecht Ruprecht ein entfernt musikalisches Mittel, das dazu noch gratis ist: die Rute. (nyf)