Foton

ZF macht großen Deal mit Foton in China

Hannover / Lesedauer: 2 min

ZF macht großen Deal mit Foton in China
Veröffentlicht:29.09.2010, 21:25
Aktualisiert:26.10.2019, 00:00

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Der Tenor auf der IAA lautet: Die Krise in der Nutzfahrzeugbranche ist vorbei. Auch ZF Friedrichshafen hat die Talsohle durchschritten und wächst wieder rasant. Gleichzeitig setzt der Autozulieferer auf Expansion, wie Vorstandschef Hans-Georg Härter im Gesprächmit SZ-Redakteur Burkhard Riering erklärt.

SZ : Vor einem Jahr war die Branche zu Tode betrübt, nun ist von Krise keine Rede mehr?

Härter: Innerhalb der Branche ist eindeutig Optimismus angezeigt. Das sieht man auch an der deutlichen Umsatzwende von ZF. Aber die Nutzfahrzeugindustrie ist auch stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Und hier birgt die globale Finanzmarktkrise weiterhin Risiken. Denken Sie nur an die Schuldenländer, die die ganze Wirtschaft herunterziehen können, oder an die Hypo Real Estate, die gerade als großer Hypothekenfinanzierer am Boden liegt. Diese Gefahren sind nicht weg, und die Realwirtschaft kann leider wenig dagegen ausrichten..

SZ: Aber die Krise der Realwirtschaft ist vorbei. Wie ist die Ertragslage von ZF für 2010?

Härter: Ich möchte mich da noch zurückhalten. Klar ist, dass wir wieder schwarze Zahlen schreiben und ertragsstark unterwegs sind. Das ist wichtig, um unsere starke Expansion finanzieren zu können. Wir haben jüngst mit Kooperationen und neuen Partnern weiteren Boden gut gemacht. Für unser Acht-Gang-Automatgetriebe bauen wir ein Werk in den USA. Außerdem sind wir dabei, für Windenergieanlagen ein Getriebeproduktionswerk in Georgia aufzustellen.

SZ: Was steht als nächstes an?

Härter: Wir werden am Donnerstag einen größeren Liefervertrag mit dem Lkw-Hersteller Foton bekannt geben. Das Volumen umfasst 100 000 Getriebe. Damit werden wir in China weitere Marktanteile hinzugewinnen. In diesem Jahr haben wir in allen Segmenten die Position gegenüber dem Wettbewerb verbessern können. Das macht das Jahr 2010 noch interessanter für uns, als es ohnehin schon ist.