Verbrechen

Radfahrer finden 14-Jährige aus Gottenheim - "Undurchsichtige Geschichte"

Baden-Württemberg / Lesedauer: 3 min

Radfahrer finden 14-Jährige aus Gottenheim - "Undurchsichtige Geschichte"
Veröffentlicht:31.07.2022, 11:09
Aktualisiert:31.07.2022, 15:48

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Nach über einer Woche traurige Gewissheit: Eine 14-Jährige aus Gottenheim bei Freiburg ist tot. Ihre Leiche wurde nach dpa-Informationen am Freitag fast 300 Kilometer entfernt von ihrem Heimatort in einem See im hessischen Wetteraukreis gefunden. Die Schülerin war seit dem 21. Juli vermisst worden. Warum das Mädchen sterben musste, wurde zunächst nicht bekannt. Nicht bestätigten Medieninformationen zufolge soll der mutmaßliche Täter der Polizei bekannt sein.

Die Ermittler hielten sich am Wochenende bedeckt: "Wir bitten um Verständnis, dass wir über die bisherige Pressemitteilung hinaus keine Auskunft geben können", sagte am Sonntag ein Polizeisprecher in Freiburg . Für Montag wurden weitere Informationen angekündigt.

In der Heimat der Schülerin und am weit entfernten Fundort in Hessen herrschen Trauer und Entsetzen. Das tote Mädchen wurde an einem kleinen See in einem Naturschutzgebiet der Wetterau nördlich von Frankfurt am Main gefunden, das gerne für Ausflüge genutzt wird. Nach dpa-Informationen handelt es sich um den Teufelsee.

Pärchen macht Leichenfund - "Undurchsichtige Geschichte"

Ein Paar ist hier am Sonntag mit Rädern unterwegs. Die beiden sind öfter hier, weil es viele Fahrradwege gibt. Dass hier nun eine Leiche gefunden wurde, macht sie fassungslos. "Erschreckend, dass das bei uns in der Nähe war", sagt die 34-jährige Frau. Ihr 53 Jahre alter Partner meint: "Was macht sie hier, wo man nicht ohne weiteres Zugang hat? Das ist eine undurchsichtige Geschichte."

Dass es sich bei dem Leichenfund am See um die Schülerin aus Gottenheim handelt, hatte eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte.

Die Jugendliche hatte am 21. Juli gegen 18 Uhr ihr Elternhaus verlassen und wurde seitdem vermisst. Eine große Suche der Polizei auch mit Hunden und Polizeihubschrauber brachte keine Ergebnisse. Die Ermittler waren unzähligen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen. Auch nach möglichen Zeugen wurde gesucht. Die Kriminalpolizei hatte in alle Richtungen ermittelt.

Art des Verbrechens noch nicht bestätigt

Am Samstag dann die traurige Nachricht von der Polizei: "Die gerichtsmedizinische Untersuchung hat ergeben, dass es sich bei der im Wetteraukreis in Hessen aufgefundenen toten Person um die vermisste 14-Jährige aus Gottenheim handelt. Die Öffentlichkeitsfahndung wird zurückgenommen."

Eine Ermittlergruppe der Kripo Freiburg arbeitet an dem Fall. Die Polizei machte am Sonntag keine weiteren Angaben und verwies auf eine Pressekonferenz am Montag in Freiburg. Medienberichte, wonach das Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein und mit dem Täter vorher Kontakt gehabt haben soll, bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei am Sonntag nicht.

Der "Schwarzwälder Bote" hatte über einen möglichen Verdächtigen berichtet. Dem Bericht zufolge, soll die 14-Jährige Chatkontakt zu einem Mann gehabt haben, der bereits in den Tagen nach ihrem Verschwinden befragt worden sei. Laut dem Bericht sei der Mann ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Er habe nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis unter Überwachung gestanden, um das Rückfallrisiko zu senken. Warum er dennoch zu Ayleen Kontakt haben konnte, sei aber ungewiss. Die Polizei bestätigte auch diese Informationen zunächst nicht.

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