Resozialisierung

Resozialisierung für Hunde - eine Ohrfeige für die Angehörigen der Opfer

Ravensburg / Lesedauer: 1 min

Resozialisierung für Hunde - eine Ohrfeige für die Angehörigen der Opfer
Veröffentlicht:11.04.2018, 19:14
Aktualisiert:22.10.2019, 20:00

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Als vor Jahren die Debatte um Kampfhunde begann, geriet das Tier selber in den Fokus, bestimmte Rassen landeten auf roten Listen. Das war damals richtig, weil Verbote und Gebote eine gewisse Klientel davon abhalten konnten, sich überhaupt einen Vierbeiner anzuschaffen.

Heute, durch neue Erkenntnisse, rückt in den Vordergrund der Mensch, der das Tier formt. Auch das ist richtig, genauso wie die Forderung nach einem Hundeführerschein, nach einem Eignungsnachweis durch den Halter. Die Debatte birgt aber auch eine Gefahr, wie der Fall „Chico“ aus Hannover zeigt, der zwei Menschen totgebissen hat.

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So zählt die Onlinepetition „Lasst Chico leben!“ bereits 270 000 Unterschriften, sie fordert eine „Resozialisierung“ des Hundes, auch kam es zu Demonstrationen.

Kampfhund

„Hundeführerschein könnte Abhilfe schaffen“

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Solche Aktionen sind eine Ohrfeige für die Angehörigen der Opfer. Zudem stehen sie für eine Fehlentwicklung. Weil die Akteure das Tier nicht nur auf eine Stufe mit dem Menschen stellen, was falsch genug wäre, sondern es überhöhen. Dies passt in eine Tendenz, Tiere zu vermenschlichen. Ein Irrglaube, der von einer zunehmenden Entfremdung von Mensch und Natur zeugt. Was logischerweise auch dem Tier nicht gerecht wird.