Panorama

Reiter müssen sich zügeln

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Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:25.01.2023, 05:00
Aktualisiert:24.01.2023, 01:00

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bwohl die Kölner für ihre Fasnet absonderliche Begriffe wie „Karneval“ benutzen, sind sie doch Brüder im Geiste. Im Gegensatz zur schwäbisch-alemannischen Fasnet wird auf deren Narrensprüngen, die „Zoch“ heißen, viel geritten. Was den Gebrauch von Pferden unerlässlich macht. Die Warnungen von Tierschützern sind nicht neu, dass die Rösser während des bunten Treibens kopfscheu werden könnten. Denn im Alltag eines Pferdes wird weniger gelacht, geschrieen und Schabernack getrieben.

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause rückt nun aber ein anderes Problem in den Fokus: Ob die stolzen Reiter noch ein den Pferden zumutbares Gewicht haben, oder ob Corona leibesfülligen Tribut gefordert hat. Wie der „Kölner Express“ berichtet, darf gemäß Landesverordnung von Nordrhein-Westfalen auf dem Rosenmontagszug ein Reiter maximal 15 Prozent des Pferdegewichtes wiegen. Das bedeutet: Wiegt das Pferd 550 Kilo, darf der Reiter höchstens 83,5 Kilo auf die Waage bringen. Ansonsten muss er absteigen und das Ross schieben.

Vermutlich wird auf den letzten Metern vor Rosenmontag noch so mancher Diät halten müssen, um von Amtswegen her sein Tier dann überhaupt besteigen zu dürfen. Alternativ bleibt noch die Möglichkeit, das Pferd entsprechend zu mästen, damit das Verhältnis zum Reiter pünktlich zum Start wieder besser stimmt. Heuer sollen insgesamt 270 Pferde am Kölner Narrensprung teilnehmen. Wir wünschen einen schönen „Zoch“, jede Menge Alaaf und dass sich die Pferde allesamt kein Hohlkreuz zuziehen. (nyf)