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Mach’s gut, Ingo!

WARNING: no location / Lesedauer: 1 min

Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:13.02.2024, 05:00

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er Berliner Zoo trauert: Und zwar um seinen dienstältesten Flamingo namens Ingo. Er soll 75 Jahre alte gewesen sein. Das jedenfalls legt die Inschrift eines Beinrings nahe, der auf den 23. Juni 1948 datiert ist. Im Berlin lebte das Vogeltier seit 1955. Doch selbst wenn Ingo erst nach 1948 das Licht der Welt erblickt haben sollte, ist das altersmäßig noch immer rekordverdächtig. Wird so ein Ingo - Pardon! - Flamingo doch in freier Wildbahn selten älter als 30 Jahre.

In einem gut eingehegten Zoo-Gehege gibt es kein Fressfeinde, man selbst muss ich nicht mühsam um Nahrung kümmern, weil die Tierpfleger dafür sorgen, dass der Futtertrog stets gut gefüllt ist. Außerdem gibt es immer was zu gucken, denn die bunt gewandete Menschheit, die an Ingos Freigelände vorbeiflaniert, ist mindestens so gut wie Fernsehen.

Was die Langlebigkeit von Geflügel in Gefangenschaft betrifft, kann sich der Mensch also womöglich eine Scheibe abschneiden. Angenommen, jemand wird ohne Erwerbszwang, aller Sorgen ledig, in seinem Häuschen mit Garten gehalten und der Kühlschrank ist stets reichlich gefüllt, womöglich stieße unter derart geruhsamen Lebens-Vorzeichen der Homo Sapiens in neue Altersdimensionen vor. Ingo hat seine Lebenserwartung mehr als verdoppelt! Andererseits: Die Qualität des Fernsehprogramms lässt doch derart zu wünschen übrig, dass man sich das nur ungern 160 Jahre lang antäte. (nyf)