Musikproduktion

„Künstler sollten ihre Rechte kennen“

Panorama / Lesedauer: 1 min

„Künstler sollten ihre Rechte kennen“
Veröffentlicht:31.05.2016, 20:14
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Beats kopieren erlaubt: Die BGH-Richter geben vorerst grünes Licht für Sampling. Florian Sitzmann (Foto: Jörg Steinmetz) kennt sich mit Musikproduktionen aus. Er ist an der Popakademie Mannheim tätig. Jasmin Off hat ihn nach seiner Einschätzung gefragt.

Kurz und prägnant: Was bedeutet das Urteil für die Musikwelt?

Die konkreten Folgen lassen sich noch nicht abschätzen, denn jetzt muss ja wieder neu verhandelt werden. Aber es gibt natürlich in der Musikszene gleichzeitig Hoffnungen sowie Ängste und Befürchtungen, so z. B. die, dass jetzt die Diskussion um das Urheberrecht als solches wieder neu aufflammt. Im digitalen Zeitalter spielt das natürlich eine große Rolle. Doch die Richter haben deutlich gemacht, dass das Urheberrecht keineswegs ausgehöhlt werden soll.

Warum gibt es aus Ihrer Sicht Handlungsbedarf?

Bisher gab es beim Sampling hauptsächlich unbefriedigende Lösungen im Sinne der künstlerischen Entfaltung. Natürlich konnten Künstler untereinander die Rechte für Sampling klären, aber da war immer die Handbremse angezogen, weil es keine klaren Regeln gab.

Wie vermitteln Sie Ihren Studenten die Schwierigkeiten, die das Sampling mit sich bringt?

Wir weisen auf die Risiken hin, die das Thema mit sich bringt und versuchen bei den Musikern ein Bewusstsein zu schaffen. Denn jeder Künstler, der sampeln will, kann ja andersrum auch gesampelt werden und dann sollte er seine Rechte kennen.