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Klosterareal

Klosterareal: Rat will Satzung auf den Weg bringen

Panorama / Lesedauer: 2 min

Klosterareal: Rat will Satzung auf den Weg bringen
Veröffentlicht:29.09.2009, 01:15

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BAD SCHUSSENRIED - Mit dem Sanierungsgebiet "Südliches Kloster" hat sich der Schussenrieder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung befasst. Neben den Rahmenbedingungen für die Weiterarbeit kam - auch wegen der Neulinge im Rat - Grundsätzliches zur Sprache.

Nicht nur beim eigentlichen Tagesordnungpunkt ging es ums "Südliche Kloster". Uwe Tuschy sagte in der Bürgerfragestunde, dass er es merkwürdig finde, dass erst geplant und dann das SHW-Grundstück gekauft werde. Er bemängelte am Entwurf von Mattheo Thun, dass das geplante Einkaufszentrum vor Kloster und Kirche "hingeklatscht" werde, was unpassend sei: "Das ist, als ob man einer Großmutter sagt, sie solle einen Minirock mit Strapsen anziehen".

"Laut Jury war der Entwurf am interessantesten und weitreichensten", sagte Bürgermeister Georg Beetz, doch fehle dafür ein Investor. Weitergearbeitet werde zurzeit mit dem vorhandenen Investor an dem Entwurf des Büros Kilian und Hofmann. Das Land als Eigentümer sei nur unter bestimmten Bedingungen bereit, das Gelände zu verkaufen. Zu diesen Bedingungen habe der Architektenwettbewerb gehört, der zu 60 Prozent vom Land finanziert worden sei, schilderte der Schultes das Vorgehen.

Auch Jürgen Katz und Harald Klose von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH widmeten sich diesem in ihrem Vortrag vor dem Gremium. Angesichts der neuen Gemeinderäte und des weitreichenden Themas hatte man sich darauf verständigt, zunächst eine Satzung für die Festlegung des Sanierungsgebiets noch nicht zu beschließen, sondern das Thema nur vorzuberaten.

Diese Satzung sei einerseits Voraussetzung für die Förderung durch das Landessanierungsprogramm, erfuhren die Zuhörer. Andererseits werde durch sie die Gemeinde auch durch Vorkaufs- und Entscheidungsrechte "Herr im eigenen Haus", wie Jürgen Katz ausführte.

Klausurtagung gewünscht

Dass eine Klausurtagung zum Thema angesichts der neuen Ratsmitglieder wichtig wäre, sagten Konrad Müller (CDU) und FUB-Sprecher Alexander Eisele. Müller deutete zudem an, dass man sich innerhalb der CDU nicht einig wäre über die Investitionen. "Wir diskutieren hier über die Rahmenbedingungen, nicht über das Investitionsprojekt", sagte Bürgermeister Beetz. Man wolle die Grundlage für Weiterarbeit und Zuschüsse schaffen.

FUB-Sprecher Alexander Eisele pflichtete dem bei: "Das ist der einzige Weg, um Schussenried ein neues Gesicht zu geben." Eisele äußerte jedoch "Bauchschmerzen" bezüglich der Finanzierung, auch Konrad Müller meinte: "Die Stadt wird das Geld in den nächsten Jahren nicht haben." Dass bei den vorstellbaren Baumaßnahmen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro neben privaten Sanierungsmaßnahmen und der Toilettensanierung auch eine Umsiedelung des Rathauses angedacht ist, sei nur eine Idee, sagte Bürgermeister Beetz auf Nachfrage von Wolfgang Dangel (UL). Zum Thema Finanzierung wie auch konkrete Baumaßnahmen sagte Beetz: "Wir beschließen einzelne Maßnahmen erst, wenn die Finanzierung gesichert ist."