Panorama

Gute Ehen fallen nicht vom Himmel

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Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:26.01.2023, 05:00
Aktualisiert:25.01.2023, 01:00

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em Vernehmen nach hat es der Amerikaner Buzz Aldrin nie ganz verwunden, dass er im Mond-Schatten seines Kollegen Neil Armstrong nicht der erste Mensch auf dem Mond war. Den Ruhm für die astronautische Großtat heimste stets die Nummer eins ein. Dabei war Aldrin nur einen kurzen Moment hinter Armstrong, vielleicht weil er sich noch die Schnürsenkel zubinden wollte, bevor er zum Spaziergang in die Kraterlandschaft aufbrach. Wer will das heute noch so genau wissen, schließlich ist die Mondlandung fast 54 Jahre her.

Nur die Nummer zwei zu sein, damit gehen Menschen ganz unterschiedlich um. Tour-de-France Radler Jan Ulrich griff schließlich zum Doping, als er merkte, dass er nur damit aus dem Windschatten des ebenfalls bis zur Halskrause gedopten Lance Armstrong fahren kann. Wobei es reiner Zufall ist, dass Rad- und Mondfahrer beide den gleichen Namen tragen, aber nicht verwandt oder verschwägert waren.

Beim heute 93-jährigen Buzz Aldrin lässt sich ein Hang zur Kompensation durch Vielehen diagnostizieren. Darauf deutet jedenfalls hin, dass der gute Mann neulich erst zum vierten Mal geheiratet hat – eine junge Dame von 63 Jahren. Es ist seine vierte Hochzeit, was darauf hinweist, dass der ehemalige Astronaut bis jetzt die Nummer eins seines Herzens noch nicht gefunden hat. Nun aber hoffentlich schon. Gute Ehen – alle drei vorangegangenen sind geschieden worden – fallen ja nicht vom Himmel. Und man müsste schon hinter dem Mond leben, um zu glauben, dass Neil Armstrong an allem Schuld ist. (nyf)