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Eine ganz normale gute Nachricht

Ravensburg / Lesedauer: 1 min

Der etwas andere Blick auf aktuelle Ereignisse. Mal lustig und mal frech, mal übertrieben und mal provokant. Aber immer mit einem Funken Wahrheit.
Veröffentlicht:06.12.2023, 05:00

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Aus der Rubrik „Nachrichten, die Mut machen“ folgende Meldung: In Cuxhaven findet ein 16-Jähriger einen Geldbeutel mit 7000 Euro. Und nein, er gibt das Geld nicht für Drogen aus. Er versäuft es nicht. Er kauft davon auch kein neues Smartphone oder lädt seine Freunde zum Essen ein. Nein, der junge Mann tut Folgendes: Er bringt das Portemonnaie zur Polizei und sagt: „Hallo, ich habe diese Geldbörse gefunden.“

An dieser Stelle könnte die Geschichte auch schon zu Ende sein. Denn an sich es ist ja auch wirklich nichts Besonderes, einen Gegenstand, von dem man sich denken kann, dass er schmerzlich vermisst wird, einfach im Fundbüro oder auf der Polizeiwache abzugeben. Eine relevante Nachricht wird es erst dann, wenn alle Welt glaubt, dass die Welt so schlecht ist, dass man die Welt eh nicht mehr retten kann. Und dann wird die Selbstverständlichkeit eines zurückgebrachten Fundes zur Sensation.

Die gute Nachricht - davon abgesehen, dass ständig auch nette Sachen passieren, wenn wir nur hingucken: Die Menschheit ist ziemlich geübt darin, am Abgrund zu stehen - und dann doch irgendwie weiter zu machen. Und darum ist die Hoffnung nicht ganz unberechtigt, dass solche Nachrichten, wie die vom ehrlichen Geldbeutel-Finder aus Cuxhaven, künftig wieder weniger Aufmerksamkeit erregen. Weil wir uns stärker auf die netten Sachen konzentrieren, die ständig passieren. (nyf)