Lebensgrundlage

Deutschland kann Vorbild werden

Panorama / Lesedauer: 2 min

Deutschland kann Vorbild werden
Veröffentlicht:30.10.2018, 20:06
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Der Planet Erde ist kurz vorm Burn-Out, der Mensch ruiniert die Natur und damit seine Lebensgrundlage. Was die Umweltschützer vom WWF und seine Mitstreiter mit dem Living Planet Report dokumentieren ist nicht Sache von ein paar Naturromantikern, Ökospinnern. Eigentlich wissen alle: so geht es nicht weiter. Zumindest, wer sich um die Zukunft der Jüngeren kümmert, muss umsteuern. Noch verweigern sich dem die Regierungen weltweit. Lange durchkommen werden sie damit nicht.

Sicher, derzeit sieht es nach dem Gegenteil aus: China will neuerdings den Handel mit Nashorn-Hörnern und Tigerknochen erlauben, dabei sind die Arten bereits vom Aussterben bedroht. Der frisch gewählte rechtspopulistische Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro, will den Amazonas-Regenwald zur Abholzung freigeben. Derweil demontiert US-Präsident Donald Trump die Umweltpolitik der Obama-Ära, sieht Naturschutz und Klimapolitik als lästiges Übel, das der Wirtschaft schadet.

Nur: Dagegen steht die Natur der Sache. Schon heute sterben jeden Tag bis zu 130 Arten aus, verliert der Mensch Helfer wie Pflanzen, die Arzneien liefern und Insekten, die Apfelblüten bestäuben. Bäume, auch Moore, speichern enorme Mengen klimaschädigenden Kohlendioxids, sie entscheiden mit über das Ausmaß der Erdüberhitzung, die längst nicht mehr abstrakt ist.

Die extremen Wetterlagen, die verdorrten Felder auch hierzulande in diesem Sommer, andernorts Wolkenbrüche lassen längst ahnen, was zu erwarten ist. Derweil ergreifen Hunderttausende im Süden die Flucht. Der Druck, zu handeln, steigt. Das zeigt sich allerorten. Wenn Brunnen versiegen, Smog Städte vernebelt, Regenfluten die Ernten vernichten, die Natur nicht mehr intakt ist, leiden Menschen. Viele wollen das so nicht mehr hinnehmen.

Die deutsche Regierung, die derzeit wiederum darunter leidet, für nichts wirklich zu stehen, könnte sich vornehmen, Vorbild zu werden. In der Gesellschaft, das zeigen aktuelle Entwicklungen, gibt es durchaus Sympathien für das Ökologische.