Verfassungsschutzkontakt

Äußerung über Verfassungsschutzkontakt Beckers relativiert

Stuttgart / Lesedauer: 1 min

Äußerung über Verfassungsschutzkontakt Beckers relativiert
Veröffentlicht:24.02.2012, 14:02
Aktualisiert:25.10.2019, 11:00
Artikel teilen:

Der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) hat eine frühere Äußerung über eine Zusammenarbeit der ehemaligen RAF-Terroristin Verena Becker mit dem Verfassungsschutz relativiert. Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart sagte der 79-Jährige am Freitag als Zeuge, er könne nicht mehr sagen, ob er sein entsprechendes Wissen im Amt erlangt habe oder später aus den Medien bezogen habe.

Nach Angaben der Nebenklage sagte Baum in der Fernsehsendung „Anne Will“ vom 22. November 2009: „Ich weiß nicht, was in den Akten steht, aber ich weiß, dass Verena Becker mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet hat.“

Am Freitag erklärte Baum dazu vor Gericht: „Ich kann nur sagen, dass ich irgendwoher wusste — als ich die Bemerkung gemacht habe -, dass es da eine Verbindung gegeben hat.“

Becker ist wegen Mittäterschaft beim Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Jahr 1977 angeklagt. Baum war von 1978 bis 1982 Bundesinnenminister. Laut einem früheren „Spiegel“-Bericht soll Becker von Herbst 1981 bis Ende 1983 Kontakte zum Verfassungsschutz gehabt haben.