Im Rohbau des Kindergartens Stromboli brodelt es bereits

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Hariolf Fink

Die Konrad-Biesalski-Schule (KBS) hat zusammen mit der Reha-Südwest und vielen Gästen das Richtfest ihres neuen Kindergartens „Stromboli“ in Wört gefeiert. Viele Gäste sind gekommen, darunter die Kleinen des katholischen Kindergartens Sankt Antonius, die mit den Kindern des Kindergartens der KBS sangen und klatschten. Inklusion eben, angefangen beim Richtfest und später dann im täglichen Betrieb.

Überhaupt wuselte es beim Richtfest des Kindergartens „Stromboli“ an allen Ecken und Enden. Der Kindergartenchor der KBS sang unter der Leitung von Kindergartenleiter Volker Lauster-Schulz Handwerkerlieder wie „Wer will fleißige Handwerker seh'n“ und erinnerte an die vielen Handgriffe der Handwerker bis zum Richtfest. Der Schülerchor der KBS sang in Zimmermannsmontur unter der Leitung von Jochen Zeuner, der Zimmermannsmeister und technischer Lehrer an der KBS ist, Lieder, die das Handwerk beschreiben.

Der Schulleiter der KBS, Thomas Buchholz und der Geschäftsführer der Reha Südwest, Ron Geyer, lobten die Handwerker und Planer, allen voran Architekt Wolfgang Helmle, bei dem man das innere Brodeln für dieses Projekt erleben konnte. Wie beim Vulkan Stromboli. Dass der Rauch des „Bauvulkans“ niedergehalten wurde, sei Bauleiter Joachim Franz zu verdanken, denn dieser hatte die Fäden stets im Griff. Und Buchholz und Geyer lobten den Wörter Bürgermeister Thomas Saur, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Schule hatte. Als Dank überreichten sie ihm einen Meterstab mit der Gravur „Inklusion – Vielfalt gemeinsam leben“.

Saur sagte: „Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für dieses Projekt, was wieder zum Vulkan und dem Kindergartennamen Stromboli passt.“ Das neue Haus biete Platz für viele Kinder. Die Zunahme der Bevölkerung samt Kindern rechtfertige den Neubau. Bisher wären die Tiger-enten der KBS im katholischen Kindergarten Sankt Antonius untergebracht gewesen, bei dem der Platz eng wurde. „Jetzt entsteht hier ein neuer inklusiver Kindergarten, der weiter mit dem seitherigen Kindergarten zusammenarbeitet. Jetzt können die Kleinen der beiden Kindergärten weiterhin in hellen Räumen miteinander spielen und voneinander lernen“, sagte Saur.

Vulkan Stromboli steht Pate für das Energiekonzept

Es folgten mehrere Lieder vom Chor der KBS und schaurige Moritaten. Schülerin Lea Hofmann erzählte von der Arbeit eines Zimmermanns und Schüler Noah Konsolke erinnerte mit Gitarre und dem Lied „Heute hier, morgen dort“ an die Walz der Zimmerleute, bevor man den Richtspruch von Zimmermann Matthias Kenntner von der Firma Geiger aus Lippach vernahm: „Vom Grunde bis zum Firste steht, der Kindergartenneubau, wie ihr seht. Der Maurer und der Zimmermann mit Stolz ihn drum betrachten kann“, so der erste Vers. Als das Glas am Boden zerschellt war, gab’s ein deftiges Vesper.

Architekt Wolfgang Helmle führte die Besucher anschließend durch die Räume. Er hob hervor, dass man versucht habe, ein fast energieautarkes Gebäude zu bauen. Helmle hatte sich den Vulkan Stromboli hergenommen, um seine Ideen bautechnisch und energetisch umzusetzen. Es werden nur natürliche Baumaterialien wie Holz und Glas verbaut. Geheizt wird mit einer solarthermischen Anlage: die Sonne heizt Wasser auf, das unter der Bodenplatte in Röhren gespeichert und an kälteren Tagen für die Heizung abgerufen wird. Dazu sei eine Wärmepumpe nötig, die Energie braucht. „Vielleicht schaffen wir es, diese mit Photovoltaik zu gewinnen. Dann wären wir komplett autark“, sagte Helmle.

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