Diese zwei Banken wollen sich zusammenschließen

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Die VR Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl wird im kommenden Jahr mit der VR-Bank Mittelfranken West fusionieren.
Die VR Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl wird im kommenden Jahr mit der VR-Bank Mittelfranken West fusionieren. (Foto: VR Bank Dinkelsbühl eG)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl eG und die VR-Bank Mittelfranken West eG wollen im Sommer 2020 fusionieren. Darüber ist am Dienstag in einer Pressemitteilung der VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl informiert worden.

Aufsichtsrat und Vorstand beider Banken haben die Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen beschlossen und darüber sowohl die Vertreter als auch die Mitarbeiter informiert, heißt es in der Mitteilung. In den nächsten Monaten solle nun „ein gemeinsames Fusionskonzept“ erarbeitet werden.

Grund für diesen Schritt sei der „Veränderungsdruck und die damit verbundenen Herausforderungen an die Bankenbranche, die eine historische Dimensionen erreicht“ hätten. Und weiter: Die Banken würden zur Zeit „unter einer nicht endenden Regulierungsflut“ leiden. Die Zinssenkungspolitik der EZB, die mittlerweile zu Minuszinsen führt, lasse die Erträge in den nächsten Jahren dramatisch abschmelzen. Das treffe auch die Genossenschaftsbanken.Parallel dazu seien aber auch dringende Investitionen in die Digitalisierung erforderlich.

Um diesen Anforderungen auch künftig erfolgreich begegnen zu können, planten die beiden benachbarten Genossenschaftsbanken nun die Weichen für eine sichere und wettbewerbsfähige Zukunft für ihre über 70 000 Mitglieder und 134 000 Kunden zu stellen.

Nachdem laut der Pressemitteilung beide Banken „stabile wirtschaftliche Verhältnisse“ aufweisen, sei der geplante Zeitpunkt für den Zusammenschluss im Sommer 2020 aus Sicht der Verantwortlichen optimal gewählt. „Die zum Ausbau unserer Wettbewerbsfähigkeit kurzfristig erforderlichen Investitionen in digitale Systeme, in die Qualitätssteigerung von Spezialisten und Dienstleistungen zum Nutzen von Mitgliedern und Kunden können wir gemeinsam wesentlich besser tätigen“, werden Dr. Christoph Glenk, Sprecher des Vorstandes der VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl eG, und Dr. Gerhard Walther, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG, zitiert.

Bilanzsumme liegt bei circa 1,3 Milliarden Euro

Vorstand und Aufsichtsrat beider Häuser seien davon überzeugt, dass eine zukunftsorientierte Bank entstehen wird, die die Stärken beider Institute vereinen und weiterentwickeln kann. Die Leistungsfähigkeit der Häuser werde durch die Fusion gestärkt.

Die VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl eG war 2017 durch die Verschmelzung der Vorgängerinstitute VR-Bank Feuchtwangen-Limes eG und VR Bank Dinkelsbühl eG entstanden, die VR-Bank Mittelfranken West eG ging 2015 aus dem Zusammenschluss der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank in Ansbach und der VR-Bank Rothenburg o.d.Tbr. eG hervor. Die Bilanzsumme der VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl eG liegt bei circa 1,3 Mrd. Euro, die Bilanzsumme der VR-Bank Mittelfranken West eG bewegt sich bei 1,8 Mrd. Euro.

Das künftige gemeinsame Institut weist eine Bilanzsumme von rund 3,2 Mrd. Euro und ein betreutes Kundenvolumen von fast sechs Milliarden Euro auf und gehört damit zu den großen Genossenschaftsbanken in Bayern. Die Eigenkapitalausstattung liegt ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt aller Genossenschaftsbanken.

Es sollen eine Arbeitsplätze verloren gehen

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, solle das Angebot an Beratungsleistungen durch die Fusion weiter ausgebaut werden. die Durch Bündelung von Verwaltungsaufgaben stehe mehr Zeit für die Beratung von Mitgliedern und Kunden zur Verfügung. Der Zusammenschluss eröffne darüber hinaus auch für die Mitarbeiter neue Perspektiven und stärke den Erhalt der Arbeitsplätze vor Ort. So wird es keine fusionsbedingten Kündigungen geben, versichern die Vorstände beider Banken versichert.

Nach Aussage der Verantwortlichen soll die Öffentlichkeit nach dem Vorliegen konkreter Verhandlungsergebnisse weiter informiert werden.

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