Das Wörter Laientheater begeistert das Publikum mit der Inszenierung von „Der Tyrann“

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 Bürgermeister Babbel versucht, die Fassade aufrecht zu halten, muss sich am Ende aber der bitteren Wahrheit stellen. Das Wörthe
Bürgermeister Babbel versucht, die Fassade aufrecht zu halten, muss sich am Ende aber der bitteren Wahrheit stellen. Das Wörther Laientheater hat sein Publikum wieder einmal bestens unterhalten. (Foto: jubl)
Jürgen Blankenhorn

Mit „Der Tyrann“ hat das Wörter Laientheater seiner langen Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Christine Hankele (Rosalinde), Carola Deeg (Erna Babbel), Chantal Köder (Lisa Babbel), Josef Schmid (Albert Babbel), Tobias Hampel (Peter Bacher), Volker Höll (Eugen Schäufele) und Alexander Köder (Fritz Hoßbein) haben eine schauspielerische Glanzleistung gezeigt und ihr begeistertes Publikum in die heile Welt von Bürgermeister Albert Babbel mitgenommen, der an seinem 50. Geburtstag so manche Überraschung erlebt.

Obwohl Bürgermeister Babbel tapfer versucht, die Fassade aufrecht zu halten, wird er von seinen Notlügen und Ausreden eingeholt und muss sich so am Ende der bitteren Wahrheit stellen. Klar, dass dies nicht ohne interessante Verwirrungen und überraschende Wendungen vonstatten geht. Witzige Dialoge und pointierter Wortwitz, Schauspieler mit außergewöhnlicher Spielfreude, die, falls nötig, auch perfekt improvisierten, tiefgründige Weisheiten und schlagende Argumente: Die Lachmuskeln des Publikums wurden zu Jahresbeginn tüchtig beansprucht.

Eine orientalische Schönheit, die in Errinerung bleiben wird

Vor allem Christine Hankele schien ihre Rolle als wissbegierige Putzfrau Rosalinde auf den Leib geschrieben zu sein. Aber auch die anderen Charaktere wurden bestens dargestellt. Der Auftritt von Alexander Köder als betörende orientalische Schönheit dürfte in Erinnerung bleiben. Nebenbei bedient das Stück ausgiebig das Klischee besonderer Männerfreundschaften in Politik und Wirtschaft. Auf jeden Fall wurde die Prämisse des Autors Bernd Gornbold perfekt erfüllt. Der ist übrigens selbst Bürgermeister und schreibt Theaterstücke, um anderen – Darstellern und Zuschauern – Spaß und Freude zu bereiten.

Bereits die Vorpremiere für Kinder und Rentner am Nachmittag war ein voller Erfolg gewesen. Und so genossen die Schauspieler den tosenden Applaus. Richtig in Szene gesetzt wurden sie von Carola Thompson, die für die Maske zuständig war. Als Souffleure fungierten Harald Salzer und Alois Lindner, die ab und zu vom Improvisationstalent der Schauspieler überrascht wurden. Fazit: Dank des Wörter Laientheaters starteten die Besucher des kurzweiligen und amüsanten Abends mit mehr als nur einem Lächeln in das neue Jahr 2020.

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