Aus drei Krankenpflegevereinen wurde ein starker Verbund

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Mit großer Freude schnitten die Vorstände Josef Seidl und Markus Munzinger (Bildmitte von links) den Geburtstagskuchen an.
Mit großer Freude schnitten die Vorstände Josef Seidl und Markus Munzinger (Bildmitte von links) den Geburtstagskuchen an. (Foto: Tippl)
Peter Tippl

Die Katholische Sozialstation Dinkelsbühl konnte jetzt ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Geplant war die große Sause zunächst als Gartenfest am Sitz der Sozialstation in der Karl-Ries-Straße 25. Doch da spielte das Wetter nicht mit. Bei frischen Temperaturen wurde am Ende vorwiegend drinnen auf das Jubiläum angestoßen.

Der offizielle Festakt wurde im Gruppenraum der Sozialstation nach dem Gottesdienst im Münster Sankt Georg vom Vorstand der Sozialstation, Josef Seidl, eröffnet. Er erinnerte an die „Tiefen und Höhen“ in 25-jährigen Geschichte der Einrichtung. Im Bereich der Pflegedienstleistung seien immer noch etliche finanzielle und personelle Hürden zu nehmen, betonte Seidl, der neben einem Mangel an Fachkräften vor allem die „vollkommen überfrachtete Bürokratie und Gesetzgebung“ als Probleme ausmachte. Viele sei davon orientiere sich nicht mehr an der praktischen Arbeit. Als das „größte Kapital der Katholischen Sozialstation“ würdigte der Vorstand die 13 Mitarbeiter in Pflege und Verwaltung: „Dieses Team leistet eine ganz hervorragende Arbeit an den Menschen und für die Menschen“, betonte Seidl mit Nachdruck. Sein Dank galt überdies allen Unterstützern sowie dem zweiten Vorsitzenden Markus Munzinger und auch den Gemeinden Dürrwangen und Wilburgstetten für die jährliche finanzielle Unterstützung. Leider habe die Stadt Dinkelsbühl den Zuschuss ausgesetzt, bedauerte Seidl.

Diese Bemerkung griff Dinkelsbühls zweiter Bürgermeister, Stefan Klein, in seinem Grußwort auf. Er werde das Anliegen der Sozialstation in Verwaltung und Stadtrat vortragen, sicherte Klein zu. Von Schließlich leistete die Sozialstation einen guten und wichtigen Dienst vor Ort; auch dokumentiert durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, die die Dinkelsbühler Sozialstation unlängst mit Note 1 bewertet hatten.

Dürrwangens Bürgermeister Franz Winter erklärte, dass der Zusammenschluss drei Krankenpflegevereine aus Dürrwangen, Willburgstetten und Dinkelsbühl vor 25 Jahren zu einem starken Verbund damals ein „notwendigen Schritt“ gewesen sei. Der Pflegedienstleiter Martin Strauß schloss die Ansprachen mit einem eindrucksvollen Bild: Das Leben sei wie ein Buch. Spannend seien vor allem die letzten Seiten, die die Mitarbeiter der Katholischen Sozialstation bei ihren Besuchern mitgestalten und mitbegleiten dürften. Diese Beziehungsarbeitbereite seinem Team große Freude, unterstrich Strauß. Zumal die Besucher dies mit großer Dankbarkeit und Wertschätzung quittierten.

Im Garten der Sozialstation konnten die Gäste des Jubiläums ihren Blutdruck messen oder den Blutzucker bestimmen lassen. Wer wollte, konnte auch in einen Alterssimulationsanzug schlüpfen – eine wirklich interessante Erfahrung.

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