Arbeiten für Wörter Mühlweiher-Rundweg haben begonnen

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Steffen Rief vom Wörter Bauhof flechst die Stahlträger der alten Brücke ab. Sie soll entfernt werden, da sie zukünftig von einem
Steffen Rief vom Wörter Bauhof flechst die Stahlträger der alten Brücke ab. Sie soll entfernt werden, da sie zukünftig von einem rund 80 Meter langen Steg ersetzt wird. Im Hintergrund ist die Pfahlramme und das Floß zu sehen, von dem aus die Ramme die sechs Meter langen verzinkten Eisenpfähle in den Boden rammt. (Foto: afi)

Am Dienstagmorgen haben die Arbeiten für den Dorfmühlweiher-Rundweg in Wört begonnen. Größtes Objekt dabei ist der Steg, der Teile des Gewässers überspannt. Dazu müssen 50 bis 60 Eisenpfähle mit einer Länge von sechs Metern in den weichen Untergrund gerammt werden.

und 500 000 Euro nimmt die Gemeinde Wört samt Wegebau dafür in die Hand. Mit einem rund 80 Meter langen Steg und einem rund 15 Meter langen Steg hinter der Kirche sollen Spaziergänger den Dorfmühlweiher komplett umrunden können.

Am Dienstagmorgen war Lagebesprechung. Die Mitarbeiter des Bauhofs unter ihrem Chef Manfred Hopfensitz machten sich an die Arbeit, um die alte Brücke zu entfernen. Dazu mussten die massiven Stahlträger durchgeflext werden.

Druckluftramme hat 155 Tonnen Schlagkraft

Der neue, rund 80 Meter lange Eisensteg mit Gitterrost-Lauffläche und einem Handlauf aus Holz soll über eine kleine Bucht und einen Zufluss führen, über den die alte Brücke gespannt war. Die sechs Meter langen Pfähle, die später einmal den neuen Steg tragen sollen, müssen vier Meter tief in den Untergrund gerammt werden. Dies soll so naturnah wie möglich geschehen und man will ohne eine Baustraße auskommen, um das Schilfgelände, das Schutzgebiet ist, zu schonen.

Die Firma Orka-Steganlagen aus Brandenburg ist dazu mit drei Mann angereist und hat ein Floß zu Wasser gelassen, auf dem die Druckluftramme, die mit 155 Tonnen Schlagkraft arbeitet, verankert werden soll. Die Arbeit vom Wasser aus schont das FFH-Gelände. Der Vorarbeiter der Firma Orka, Martin Krüger, war im Gespräch mit der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ zuversichtlich, dass die Arbeiten in rund sechs Wochen abgeschlossen sind. „Wir rechnen, wenn alles gut läuft, dass wir am Tag rund 15 Pfähle in den Boden treiben. Sollten die vier Meter im Boden nicht reichen, um eine tragfähige Standsicherheit zu gewähren, müssen wir die Pfähle durch Zusammenschweißen verlängern. Dann dauert das Ganze natürlich länger“, sagt er.

50 bis 60 Pfähle müssen in den Boden gerammt werden. Diese wurden am Dienstagnachmittag mit einem Sattelschlepper angeliefert.

Lange wurde darüber diskutiert, ob der neue Steg eine Beleuchtung erhalten soll, da er auch in den Wintermonaten genutzt wird, etwa von Schülern. Derzeitiger Stand ist, dass keine Beleuchtung angebracht wird. Diese Entscheidung ist sicher auch dem Naturschutz geschuldet.

Nach Fertigstellung des Rundwegs soll dies im Juli mit einem großen Dorffest unter Mitwirkung der Wörter Vereine gefeiert werden.

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