Alexander Thompson will eine Million Euro an Spenden sammeln

Lesedauer: 4 Min
 Alexander Thompson: Nicht nur mit seinen Konzerten „Thompson & Friends unplugged“ hat sich der Wörter einen Namen in der Musiks
Alexander Thompson: Nicht nur mit seinen Konzerten „Thompson & Friends unplugged“ hat sich der Wörter einen Namen in der Musikszene gemacht. Das Konzert, das dieses Jahr in der Schranne in Dinkelsbühl stattfindet, ist der Auftakt für seine Charity-Challenge. (Foto: Blankenhorn)
jubl

Zehn Sänger und Musiker, die auf der Bühne gecoverte Hits und spontanes Entertainment bieten: Zum mittlerweile 13. Mal veranstaltet der Wörter Alexander Thompson am Sonntag, 1. Dezember, das Konzert „Alexander Thompson & friends“, ehemals „Unplugged & friends“. Nur wird es erstmals nicht wie gewohnt in Wört stattfinden, sondern in der Schranne in Dinkelsbühl.

Zu den Gründen äußert sich der Mann aus Mittelfranken, der seit langem im Wört lebt, folgendermaßen: „Mit dem Konzert möchte ich den finanziellen Grundstein für die Aktion „Sing4charity“ legen. Ziel ist es, für die Aktion, die später in eine Stiftung umgewandelt werden soll, innerhalb eines Jahres eine Million Euro zu ersingen.“ Die Stadt Dinkelsbühl sei ihm so sehr entgegengekommen, dass es ihm möglich sei, vier Euro von jeder Eintrittskarte für „Sing4charity“ zu spenden, freut sich der Veranstalter. „Daher habe ich mich umorientiert“, so der einstige Frontmann der Band „Shark“.

Um zu zeigen, wie ernst es ihm mit seinem Anliegen ist, sollen bereits beim Konzert am 1. Dezember die ersten 5000 Euro für das kenianischen Schulprojekt Havilah Hope gespendet werden. Damit bildet Havilah Hope eine Ausnahme, sollen mit den Spenden doch primär für Projekte in Deutschland finanziell unterstützt werden.

Auf die Frage, woher die übrigen 999 500 Euro kommen sollen, hat Thompson eine sehr pragmatische Antwort. „Wie auf der Homepage www.sing4charity.de beschrieben, ziehe ich wie die Sternsinger von Tür zu Tür und überrasche die Menschen mit einem Lied. Dafür, so hoffe ich, geben die mir einen Euro als Spende.“ Es dürfe natürlich auch gerne mehr sein, schmunzelt Thompson, und fährt fort: „Neben der Spende ist es mir bei dieser Aktion wichtig, dass die Menschen endlich wieder miteinander und nicht gegeneinander oder nebeneinander leben. Wenn sich aus meinen kleinen Ständchen ein Gespräch zwischen den Nachbarn entwickelt und ich einen Euro als Spende bekomme, dann habe ich so gesehen mein Ziel erreicht.“

Zudem kann man den Sänger für Feiern, Feste und Veranstaltungen buchen, entweder ihn alleine oder mit Bandkollegen oder Musikerfreunden. „Toll wäre, wenn daraus eine bundesweite Aktion wird“, blickt Thompson optimistisch in die Zukunft. „Es ist zwar eine Herausforderung, aber ich denke, ich kann genügend Musikerkollegen dazu animieren mitzumachen.“

Von dem ersungenen Geld bleibt die Hälfte in der Gemeinde, in der es gespendet wurde. Der Rest fließt dann später in die Stiftung. Für sein ehrgeiziges Projekt will sich der Online-Marketing-Manager zwei Tage in der Woche Zeit nehmen. „Ich bin jetzt wieder selbstständig und kann mir so meine Zeit einteilen. Klar bedeutet dies Einschnitte in meinem Leben und beim Einkommen, aber ich möchte auf dieser Weise der Welt und meinen Mitmenschen etwas zurückgeben“, so Thompson abschließend.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen