Westhausen installiert seinen zehnten Defibrillator-Standort

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Neuer Defi Standort in Westhausen: Bürgermeister Markus Knoblauch, Regina Rufner, Lutz Angstenberger, Timo Spörl und Ortsbaumeis
Neuer Defi Standort in Westhausen: Bürgermeister Markus Knoblauch, Regina Rufner, Lutz Angstenberger, Timo Spörl und Ortsbaumeister Dieter Bühler (von links). (Foto: Martin Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Seit neuestem steht in der Wohnsiedlung Hardbuck eine weitere Defibrillator-Station. Westhausen fördert ganz bewusst die Installation dieser wichtigen Lebensretter in ihrem Ort.

Mittlerweile verfügt die Gemeinde bereits über zehn Defi-Standorte die verteilt über den Hauptort und den Teilorten an exponierter und leicht zugänglicher Stelle stehen. Jüngst hat Bürgermeister Markus Knoblauch den zehnten Defi-Standort an der Bushaltestelle der Wohnsiedlung Hardbuck eingeweiht.

Wir gehören zu einer der Gemeinden mit dem dichtesten Defibrillatorennetz im Ostalbkreis.

Bürgermeister Markus Knoblauch

Für die Anschaffung der teuren Geräte hat die Gemeinde bislang immer Sponsoren finden können. Für den Unterhalt und Wartung der Defibrillatoren kommt die Gemeinde selbst auf. „Wir gehören zu einer der Gemeinden mit dem dichtesten Defibrillatorennetz im Ostalbkreis", sagt Knoblauch.

Ein Defibrillator soll den natürlichen Herzrhythmus wiederherstellen, wenn es bei einem Menschen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommt. Dazu gibt das Gerät über Elektroden auf der Brust des Betroffenen Stromstöße ab.

Auch Laien können den Defi bedienen

In der Ersten Hilfe kommen die sogenannten automatisierte externen Defibrillatoren (AED) zum Einsatz, die für jeden an leicht zugänglichen, öffentlichen Standorten installiert sind. Sie sind so konzipiert, dass auch ein Laie sie bedienen kann.

Warum installiert Westhausen so viele Defibrillatoren in ihrer Gemeinde? „Wir wollen die bestmögliche Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger. Ein Defibrillator erhöht die Überlebenschance eines Betroffenen um vieles", so Knoblauch.

Die ausgebildete Rettungssanitäterin und Mitglied der DRK-Ortsgruppe Westhausen, Regina Rufner, hat da genauere Statistiken. „Jede Minute ohne Hilfe verringert sich die Überlebenschance eines Betroffenen um etwa zehn Prozent. Das kann manchmal eine ziemlich lange Zeit sein, bis zum eintreffen des Rettungswagens", sagt Regina Rufner.

Bereits vier Menschenleben in Westhausen gerettet

Nichts tun und warten ist also die schlechteste Option für den Patienten. Ein Defi unterstützt die lebenserhaltenden Maßnahmen. Zusätzlich sind die Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen zwischen den Impulsen des Defis, die alle zwei Minuten einsetzen, aber unerlässlich. In dieser Kombination sind bereits schon vier Menschenleben in Westhausen gerettet worden.

„Eine sehr gut Investition wie ich meine", so Knoblauch. Davon sind auch Lutz Angstenberger, Geschäftsführer der Firma A2 Plan in Westhausen und Timo Spörl von der Firma Spörl in Westhausen ausnahmslos überzeugt. Beide spendeten jeweils 1500 Euro für die Anschaffung des zehnten Defis in der Gemeinde Westhausen.

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