Lastwagen stoßen auf A7 zusammen - Eine Spur gesperrt

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Weil ein Lastwagen Diesel verloren hat, kamen die nachfolgenden Lkw ins Rutschen. Sie stießen zuerst im Agnesburgtunnel gegen d
Weil ein Lastwagen Diesel verloren hat, kamen die nachfolgenden Lkw ins Rutschen. Sie stießen zuerst im Agnesburgtunnel gegen die Wände und krachten danach ineinander. (Foto: Martin Bauch)
Redakteur Digitales
Ipf- und Jagst-Zeitung

Bei einem Zusammenstoß zweier Lastwagen am Mittwochmorgen im Agnesburgtunnel auf der A7 bei Westhausen in Richtung Würzburg ist ein Fahrer leicht verletzt worden. Die Autobahn musste voll gesperrt werden. Wie die Polizei berichtet bildete sich ein rund zehn Kilometer langer Stau, der bis über die Anschlussstelle Oberkochen hinaus zurückreichte. Die Strecke ist nach wie vor gesperrt.

Ein 36 Jahre alter Lastwagenfahrer, dessen Lkw mit Zement beladen war, fuhr gegen 5.50 Uhr den Tunnel bei Westhausen. Dabei kam er aufgrund einer starken Dieselspur auf der glatten Fahrbahn ins Schlingern und rutschte. Er stieß gegen beide Tunnelwände.

Weiterer Lkw rutscht gegen Tunnelwand

Ein ihm nachfolgender 49 Jahre alter Fahrer eines anderen Lkw, der mit Sprudelkisten beladen war, geriet ebenfalls ins Rutschen. Er versuchte noch vergeblich auszuweichen, stieß aber ebenfalls gegen eine Tunnelwand und gegen den Lastwagen des 36-Jährigen.

Beide Lkw kamen nach dem Tunnel zum Stehen. Vom Zusammenstoß bis zum Stillstand hatten sich auf einer Strecke von rund 150 Metern zahlreiche Sprudelkisten und Trümmerteile verteilt, die aufgeräumt werden mussten. An beiden Fahrzeugen entstand jeweils Totalschaden. Beide Lastwagen mussten geborgen und abgeschleppt werden. Den Schaden schätzt die Polizei bislang auf rund 170 000 Euro. An den Tunnelwänden sind es nach Schätzungen der Polizei rund 50 000 Euro entstandene Schäden. 

Lastwagen verliert mehrere 100 Liter Diesel

Beide Fahrer wurden von Sanitätern versorgt, wobei nur der 49-Jährige sich leicht verletzt hatte. Laut Polizeipressesprecher Holger Bienert dauern die Aufräumarbeiten noch an. Auch die Lastwagen würden noch auf der Strecke stehen und warten auf den Abschleppwagen. „Bislang ist noch nicht abzuschätzen, wie lange es dauert, bis die Sperrung aufgehoben werden kann“, sagt Bienert. Unter anderem ist laut Polizeimeldung auch ein Ölwaschmobil vor Ort. Einer der Lastwagen habe mehrere 1oo Liter Diesel verloren. 

"Ein Bagger gräbt dort neben der Straße das Erdreich um, weil dort der Diesel ausgelaufen ist", so der Polizeipressesprecher. Nach wie vor ist eine Fahrbahn gesperrt, der Verkehr wird an der Unfallstelle einspurig vorbeigeleitet. "Dadurch gibt es natürlich immer noch Behinderungen", sagt Bienert. Wann die Strecke komplett freigegeben werden kann, will er nicht abschätzen. 

Umgeleitet wird laut Bienert über die U9 in Richtung Waldhausen, Lauchheim und Westhausen. Der Verkehr werde ab der Anschlussstelle Oberkochen von der Autobahn gelenkt.

Polizei bittet um Mithilfe

Der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei Aalen hat die Ermittlungen laut Polizeibericht aufgenommen. Gesucht wird ein bislang unbekannter Lastwagen, der die erhebliche Dieselspur verursachte und kurz vor dem Unfall durch den Tunnel gefahren ist. Die Spur konnte bis zur Anschlussstelle Ellwangen und dann auf der Gegenrichtung bis zur Anschlussstelle Oberkochen nachverfolgt werden.

In Teilbereichen war auch hier die Fahrbahn sehr glatt. Wie die Polizei vermutet, könnte ein Lkw das Gewerbegebiet in Ellwangen angefahren haben. Danach sei es möglich, dass er die Strecke zurückgefahren sei. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 07904/94260 entgegen.

Anwohner an der Umleitungsstrecke ärgern sich

Bei einer Vollsperrung auf der Autobahn ärgern sich nicht nur diejenigen, die stundenlang im Stau verbringen müssen. Auch die Bewohner an den Umleitungsstrecken haben damit zu kämpfen. "Sobald auf der A7 irgendetwas passiert, ist bei uns ein Mordsverkehr", sagt Monika Nieth aus Lauchheim-Hülen. Und das sei mittlerweile ständig der Fall. Die Anwohnerin, die an der Hauptstraße wohnt, klagt aber auch über die Autofahrer. "Die fahren hier nicht durch, die rasen regelrecht", erzählt sie. Sie habe das Gefühl, dass der Verkehr von Jahr zu Jahr immer mehr werde. "Für uns Anwohner ist das wirklich anstrengend."

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