Johanniter aus Westhausen auf dem Weg ins Katastrophengebiet

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 Markus Taglieber reist als medizinischer Helfer nach Mosambik um Wirbelsturmopfern zu helfen.
Markus Taglieber reist als medizinischer Helfer nach Mosambik um Wirbelsturmopfern zu helfen. (Foto: Johanniter)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen von Zyklon Idai auf: Unter dem Stichwort „Zyklon Idai“ können spenden an folgende Konten DE94370205000433043300, DE62 3702 0500 0000 10 20 30 überwiesen werden.

Ein Helferteam der Johanniter ist am Mittwoch von Frankfurt aus nach Mosambik aufgebrochen, um in der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Region medizinische Nothilfe zu leisten. Dem 16-köpfigen Team, das sich ausschließlich aus ehrenamtlichen Helfern der Johanniter-Auslandshilfe zusammensetzt, gehören Ärzte, Notfallsanitäter beziehungsweise Rettungsassistenten und Logistiker an sowie ein Experte für psychosoziale Betreuung. Unter ihnen ist auch Markus Taglieber aus Westhausen.

Taglieber arbeitet als ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter. Der 41-Jährige aus Westhausen unterstützt das Team als Logistiker. Er war bereits 2015 in Nepal im Einsatz nach dem Erdbeben und 2011 als Teil des Erkundungsteams während dem Libyenkrieg. Im Hauptberuf ist er IT-Projektleiter.

Nach der Ankunft des Teams in der Hafenstadt Beira, einer der am schwersten von dem Wirbelsturm betroffenen Städte in Mosambik, wird das Team an den von den lokalen Behörden bestimmten Einsatzort weiterreisen, um seine Arbeit aufzunehmen.

Überlebenswichtige Hilfsgüter für das Katastrophengebiet

Die Helfer werden 14 Tage vor Ort sein und werden dann von einem zweiten Team abgelöst. Die Johanniter hatten ihr Helferteam bereits kurz nach der Katastrophe einsatzbereit gemeldet, nun ist die offizielle Anforderung seitens der zuständigen Behörden erfolgt.

Die Johanniter schicken in den kommenden Tagen außerdem überlebenswichtige Hilfsgüter im Gesamtumfang von zweieinhalb Tonnen in das Katastrophengebiet. Ein medizinisches Nothilfe-Kit stellt die basismedizinische Versorgung von bis zu 10.000 Patienten über drei Monate sicher. Darüber hinaus werden Medikamente zur Behandlung von Malaria und Cholera geliefert sowie 22 mobile Wasseraufbereitungsanlagen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung.

Durch den Wirbelsturm Idai sind laut UN-Angaben rund 1,85 Millionen Menschen in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Sturm hat über 500 Menschenleben gekostet und fast 60000 Häuser unbewohnbar gemacht. Krankheiten wie Cholera sind bereits ausgebrochen.

Zudem wurden über 600 000 Hektar Ernten zerstört, was die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln in den kommenden Monaten gefährdet.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Betroffenen von Zyklon Idai auf: Unter dem Stichwort „Zyklon Idai“ können spenden an folgende Konten DE94370205000433043300, DE62 3702 0500 0000 10 20 30 überwiesen werden.

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