Betrug mit Guthabenkarten: Falscher Fernsehstar kontaktiert 69-Jährige per Instagram

 Viele Internetunternehmen bieten Guthabenkarten an, mit denen beispielsweise Computerspiele oder andere Produkte bezahlt werden
Viele Internetunternehmen bieten Guthabenkarten an, mit denen beispielsweise Computerspiele oder andere Produkte bezahlt werden können. Die Bezahlung wird über einen sogenannten Cash-Code abgewickelt, der auf der Karte aufgedruckt ist. (Foto: Ulrich Weigel)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Eine 69-jährige Frau aus Westhausen ist einem bislang unbekannten Internetbetrüger zum Opfer gefallen. Der Betrüger hatte bereits im September über Instagram unter dem Namen eines prominenten Fernsehstars Kontakt zu der Frau aufgenommen und sie als Fan angesprochen.

Er gaukelte ihr vor, dass es sich bei ihm tatsächlich um ihr Idol handele. Letztlich brachte er die Frau dazu, für ihn ein Paket anzunehmen, da er sich anscheinend im Ausland aufhalten würde. Die 69-Jährige bezahlte die Paketgebühr in Höhe von 1700 Euro, indem sie Guthabenkarten in verschiedenen Geschäften erwarb und die Codes an eine mitgeteilte Whatsapp-Nummer übersandte.

Nachdem sie am Mittwoch erneut aufgefordert wurde, Gebühren in Höhe von 2000 Euro für ein Paket zu übernehmen, wurde sie misstrauisch und informierte ihre Schwester, welche daraufhin sofort die Polizei alarmierte.

Wie die Polizei mitteilt, macht dieser Fall deutlich, wie wichtig es ist, über die unterschiedlichen Machenschaften der Betrüger Bescheid zu wissen. Misstrauen ist zum Beispiel angebracht, wenn Personen aufgefordert werden, die Codes von Guthabenkarten zu übermitteln.

Guthabenkarten eignen sich üblicherweise nicht zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen. Sie kommen in der Regel bei Vertriebsplattformen für Spiele, Computer, Filme, Serien im Internet und Apps zum Einsatz. Auch Online-Warenhäuser bieten solche Karten an.

Misstrauen bei Zahlungsaufforderung

Die Bezahlung wird bei diesen Karten über einen sogenannten Cash-Code abgewickelt, der auf der Karte aufgedruckt ist. Misstrauen ist angebracht, wenn vermeintlich seriöse Unternehmen beziehungsweise Bekannte oder Prominente eine Zahlung mittels Guthabenkarten in einem anderen Zusammenhang verlangen.

Die Polizei appelliert zudem an die Verkaufsstellen solcher Guthabenkarten. Natürlich können auch ältere Menschen solche Karten kaufen, um sie selbst zu verwenden oder um sie zu verschenken. Aufmerksam sollte man jedoch werden, wenn eine größere Stückzahl für viel Geld gekauft wird - hier könnte ein Betrug dahinterstecken.

Durch Nachfrage bei den Kaufenden und eine Kontaktaufnahme zur Polizei kann eventuell eine Straftat und ein finanzieller Schaden für die Betroffenen verhindert werden.

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