B29: Aus zwei mach vier Spuren

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Vorplanung läuft
Schwäbische Zeitung
Redakteurin Ellwangen/stellv. Redaktionsleitung

Die B29 soll zwischen Oberalfingen und Westhausen vierspurig ausgebaut werden. 11,5 Millionen Euro würde das kosten. Stau soll es dann auf diesem Teilabschnitt nicht mehr geben. Diese Planung ist dem Kreistagsausschuss für Kreisentwicklung am Montag vorgestellt worden. Am 26. Juli wird sie auch im Kreistag präsentiert.

Der Stau auf der B29 ist ein Dauerthema. Morgens und abends im Berufsverkehr kann’s passieren, dass die Schlange von der Autobahn bis Hüttlingen zurückreicht. Der Grund ist einfach: Es gibt mehr Verkehr, als die Straße verkraftet. Das soll sich ändern. Weshalb das Land den Ostalbkreis beauftragt hat, mit den Planungen zu beginnen. Es sei aber erst die Vor-, Vor-, Vorplanung, machte Landrat Klaus Pavel deutlich, dass noch eine Menge Zeit vergehen wird, bis sie umgesetzt wird.

Mehrere neuralgische Punkte

Es gibt gleich mehrere neuralgische Punkte Die Einfahrt von Oberalfingen, die Einfahrt nach Ellwangen und die beiden Autobahnzubringer. Alle sind mit Ampeln geregelt. Dadurch haben zwar die Autofahrer eine Chance, die in die B29 einbiegen oder von ihr abbiegen wollen. In dieser Zeit stoppt aber auch der Geradeausverkehr.

Nach den Plänen von Christian Schnepf und Andreas Weiß vom Bereich Straßenbau soll der vierspurige Ausbau bei der Brücke bei Oberalfingen beginnen und sich bis zur Abzweigung ins Westhausener Gewerbegebiet ziehen. Platz genug gebe es unter den Brückenbauwerken. An den Einmündungen sind zusätzliche Rechtseinbiegerspuren geplant.

Ampeln wird es auch nach dem Ausbau geben, trotzdem soll der Verkehr besser fließen, weil auf zwei Geradeausspuren in jede Richtung doppelt so viele Autos fahren können.

Muss nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden

Eigentlich habe der Landkreis mit dem Ausbau gar nichts zu tun, schließlich ist die B29 eine Bundesstraße. Doch habe das Land, das für den Bund baut, den Landkreis gebeten, die Planung federführend zu machen, sagte Pavel: „Es ist uns seit Jahren ein dringendes Anliegen, die neuralgischen Punkte zu beseitigen.“ Mit 11,5 Millionen Euro sei es für Landkreisverhältnisse ein riesiges Projekt. Allerdings liegen die Kosten noch so, dass der Ausbau nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden muss.

Im nächsten Schritt wird der Kreistag informiert, dann sollen Gespräche mit dem Land folgen, damit aus dem Vorentwurf ein Richtlinienentwurf werden kann. Dann muss die Maßnahme in den Landeshaushalt eingepreist werden und parallel das Planfeststellungsverfahren eröffnet werden.

Wobei der Abschnitt zwischen Oberalfingen und Westhausen nicht der einzige ist, bei dem es Verbesserungsbedarf gibt. Auch die Zufahrten in Hüttlingen und Affalterried müsse man angehen, sagte Pavel. „Wenn das alles so käme, wäre es ein gewaltiger Schritt nach vorne.“

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