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Ein schwerer Autounfall mit zwei Schwerverletzten hat sich am frühen Mittwochabend bei Westhausen-Jagsthausen ereignet: Zwei Fahrzeuge stießen hier zusammen, ein Wagen landete mit dem Dach in der Jagst. Dem eingeklemmten 51-jährigen Fahrer hat ein Ersthelfer vermutlich das Leben gerettet. Im Einsatz waren neben den Feuerwehren Westhausen und Rainau, Rettungs- und Notarztwagen sowie ein Rettungshubschrauber.

Gegen 17.10 Uhr war der 51-jährige Autofahrer, der aus Richtung Röhlingen kam, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit kurz vor Jagsthausen mit seinem Wagen in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Hier rammte er das entgegenkommende Auto eines 73-Jährigen am Hinterrad, raste auf eine Wiese und schlitzte dabei mehrere Ballen mit Heusilage auf. Dadurch überschlug sich das Auto und landete kopfüber in der Jagst. Ein Ersthelfer handelte sofort und befreite den eingeklemmten Fahrer, dessen Kopf sich unter Wasser befand, und rettete ihm damit wahrscheinlich das Leben.

Wie ein Polizist gegenüber der „Ipf- und Jagst-Zeitung“ / „Aalener Nachrichten“ erklärte, hatte der Autofahrer gleich zweimal Glück: Dass der Helfer sofort handelte und dass die Heuballen im Weg waren. Ohne die wäre der Wagen auf einem Baum gelandet, der das Fahrzeug in der Mitte zerfetzt hätte.

Feuerwehren bauen Ölsperre auf

Die Feuerwehr Westhausen war mit rund 30 Kräften und vier Fahrzeugen vor Ort. Nachdem der Fahrer bereits befreit war, baute die Feuerwehr sofort eine Ölsperre auf, um die Jagst und das Biotop am Vorbecken des Bucher Stausees zu schützen. Die Feuerwehr Rainau sicherte danach den Bereich um das Biotop und an der Jagst entlang.

Der schwerverletzte Unfallverursacher wurde mit dem Rettungshubschrauber abgeholt und ins Krankenhaus geflogen. Sein Fahrzeug hatte eine etwa 50 Meter lange Driftspur vom blockierten Vorderrad auf dem Asphalt hinterlassen – für die Polizei ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Fahrzeug ungebremst in das entgegenkommende Auto raste. Dessen 73-jähriger Fahrer musste ebenfalls verletzt in eine Klinik gebracht werden.

Wie es den beiden Verletzten geht, konnte bis Redaktionsschluss nicht mehr in Erfahrung gebracht werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 70 000 Euro. Beide Autos haben nur noch Schrottwert.

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