2019 wird das digitale Jahr

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 Das Interesse am politischen Geschehen ist bei den Bürgern groß: Das zeigte das Silvestergespräch in Westhausen.
Das Interesse am politischen Geschehen ist bei den Bürgern groß: Das zeigte das Silvestergespräch in Westhausen. (Foto: Bauch)
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Fachkräftemangel und Digitalisierung sind die Schlagwörter für das neue Jahr. Das haben der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack, Landrat Klaus Pavel und Bürgermeister Markus Knoblauch beim Silvestergespräch in Westhausen betont.

Eines ist beim Silvestergespräch deutlich geworden: Das Interesse am politischen Geschehen ist bei den Bürgern groß – vor allem, wenn es um regionale Politik geht. Das Jahr 2019 steht im Zeichen der Kommunal- und Europawahl. Im Mai entscheiden die Bürger über die künftige Zusammensetzung ihrer Gemeinde- und Kommunalgremien und über die Zukunft der europäischen Union. Entsprechend eindringlich klang auch der Appell von Landrat Klaus Pavel. „Nehmen sie die Chance wahr und gehen sie zu diesen Wahlen. Wir haben die kostbare Freiheit, wählen gehen zu dürfen und frei und unabhängig unsere Stimme abzugeben. Die Demokratie unseres Landes lebt davon“, sagte er. Bei den letzten Kommunalwahlen sei die Wahlbeteiligung auf der Ostalb nicht besonders groß gewesen. Dies solle sich in 2019 ändern.

Das Silvestergespräch ist eine Mischung aus Kommunal-, Landkreis- und Landespolitik. In allen drei Bereichen legen die Verantwortlichen Schwerpunkte. Und doch beeinflussen sich die Themen und Aufgaben gegenseitig. Das Thema Digitalisierung ist hier das beste Beispiel. Es ist ein Zukunftsthema, dessen Umsetzung auf den Schultern der Kommunen lastet, die Millionen dafür investieren. Ein Unding, wie viele Bürgermeister im Ostalbkreis deutlich kundtun. 2019 soll es hier einen Durchbruch geben. Bund und das Land wollen einen Großteil der Investitionskosten übernehmen und die Kommunen dadurch entlasten.

Auf kommunaler Ebene, speziell aus der Sicht Westhausens, geht es um den Erhalt der Wohnqualität, der Attraktivität für Familien, der Stabilisierung der Gewerbesteuer und die Sanierung der wichtigen Infrastrukturen, so Bürgermeister Markus Knoblauch. Wichtige Kreisthemen sind Bildungspolitik, Klinikstandorte und die Umstrukturierung des ÖPNV. Und auf Landesebene geht es um die Digitalisierung sowie die 5G-Netze und die E-Mobilität. „Wir können nicht jede Milchkanne vernetzen, heißt es da aus Bayern, von Seiten der neuen Digitalministerin. Ich bin da ein wenig anderer Meinung. Wir müssen Digitalisierung in Zukunft anders denken. Da gehört Vernetzung im Kleinen eben auch dazu“, sagte Mack.

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