„Wasser marsch“ von oben: Die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Unterschneidheim fand in diesem Jahr bei Regen auf dem Gelän
„Wasser marsch“ von oben: Die Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Unterschneidheim fand in diesem Jahr bei Regen auf dem Gelände des Autohauses Zeller in Zöbingen statt. (Foto: hbl)

Die Freiwillige Feuerwehr hat ihre diesjährige Hauptübung im Zöbinger Gewerbegebiet erfolgreich gemeistert. Unter den Augen von Gesamtkommandant Anton Liebhaber und bei strömendem Regen bewiesen die Kameraden Schlagkraft.

Rund 150 Zaungäste, darunter Bürgermeister Nikolaus Ebert sowie zahlreiche Gemeinde- und Ortschaftsräte, verfolgten die spektakuläre Übung auf dem Gelände des Autohauses Zeller, die vom Kommandanten der Feuerwehrabteilung Unterschneidheim, Stefan König, hervorragend moderiert wurde. Das Szenario teilte sich dabei in zwei Blöcke auf.

Ausgangspunkt der ersten Übung war ein angenommener Brand im Autohaus Zeller, wo sechs Menschen in einer verrauchten Werkstatt eingeschlossen waren. Die Abteilung Zöbingen rückte als erstes Team mit einem Löschfahrzeug LF 10/6 an und legte eine Rohrleitung von ihrem eingebauten Tank zur Werkstatt. Erste Angriffstrupps der Zöbinger Abteilung kämpften sich außerdem zur Werkstatt vor und begannen mit der Suche nach den Verletzten.

Kurze Zeit später erreichte auch die Abteilung Unterschneidheim mit Manschaftstransportwagen, Löschfahrzeug LF16/12 sowie dem neu angeschafften Gerätewagen Logistik 2 den Ort des Geschehens. So konnten weitere Trupps in die Werkstatt vorrücken. Die Verletzten, die unter anderem Brandwunden und Sprunggelenkfrakturen aufwiesen, konnten von den Wehrmännern schließlich geborgen werden.

Sie wurden anschließend auf dem Gelände der benachbarten Firma Schönherr in einem Zelt des Malteser Hilfsdiensts von Gruppenführerin Sabrina Kirchner und weiteren fünf Helfern fachmännisch versorgt und betreut.

Alle Verletzten waren übrigens Mitglieder der Malteser, die vor der Übung sehr professionell geschminkt worden waren. Eine weitere wichtige Aufgabe bestand in der Sicherung der Wasserversorgung. Hier war es den Kameraden aus Unterschneidheim gelungen innerhalb von acht Minuten eine rund 500 Meter lange Schlauchleitung von dem Brunnen an der Kreuzung Hauptstraße/Balderner Straße bis zum Einsatzort zu legen, was von den Kameraden der Abteilung Zipplingen abgesichert wurde.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Übung waren die Einsatzkräfte dann auch noch bei einem zweiten Szenario gefordert: einem Verkehrsunfall, der aufgrund des Brandes passierte. Dabei wurden zwei Menschen in ihrem Auto eingeschlossen. Das Autohaus Zeller hatte dazu extra einen alten Fiat bereitgestellt, der von den Feuerwehrmännern nach allen Regeln der Kunst fachmännisch zerlegt wurde. Demonstriert wurde dabei, wie die beiden im Auto eingeklemmten Personen sowohl betreut als auch mit einer Spezialfolie geschützt werden konnten.

Bei der anschließenden Übungskritik in der Zöbinger Turnhalle war Gesamtkommandant und Einsatzleiter Anton Liebhaber voll des Lobes für die am Einsatz beteiligten Feuerwehrkameraden sowie die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes. Beide Übungen seien trotz des teilweise starken Regens mit Bravour gemeistert worden. Dem schloss sich auch Johannes Joas von den Maltesern an, der diese Übung als eine „doppelte Herausforderung“ für die Einsatzkräfte bezeichnete.

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