Unterschneidheim sieht finanziell gelassen in die Zukunft

Das Unterschneidheimer Schlössle ist eines der Wahrzeichen der Gemeinde. Noch dient es als Rathaus.
Das Unterschneidheimer Schlössle ist eines der Wahrzeichen der Gemeinde. Noch dient es als Rathaus. (Foto: Woydt)
Hariolf Fink

Bei der Gemeinderatssitzung in der Turn- und Festhalle Zöbingen hat der Haushaltsplan für das laufende Jahr breiten Raum eingenommen. Kämmerin Franziska Pohl, die zusammen mit Jürgen Gunst den Plan erarbeitet hat, erläuterte den Räten die Zahlen und die damit verbundenen geplanten Investitionen der derzeit 4800 Einwohner zählenden Gemeinde.

Bürgermeister Nikolaus Ebert zeigte sich zufrieden: „Wir haben alles eingeplant, was machbar ist, angefangen von Planungskosten für die Ortsumfahrung Zöbingen bis hin zur weiteren Digitalisierung der Schulen, der Abwasserbeseitigung und vieles mehr“, sagte der Rathauschef. „Die Finanzierung des neuen Rathauses steht auf einem soliden Fundament und ich denke, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, so Ebert. „Die Einnahmen durch die Gewerbesteuer wurde mit 1,2 Millionen Euro (200 000 Euro weniger als im Jahr 2020) geplant und wir können trotz aller geplanten Investitionen mit Gelassenheit, aber deswegen nicht sorglos, in die Zukunft blicken“, so der Rathauschef. Die Räte ließen sich bei der Abstimmung von der positiven Stimmung anstecken und erteilten dem Haushaltsplan einstimmig grünes Licht.

Das Haushaltsvolumen liegt bei 19,6 Millionen Euro. Dies stellt den zweithöchsten Wert der vergangenen zehn Jahre dar. Die Gebühren und Entgelte liegen mit 1 597 600 Euro etwas niedriger als im Vorjahr, was auch der Senkung der Wassergebühr um 15 Cent je Kubikmeter geschuldet ist. Auch die Schlüsselzuweisung vom Land fällt mit 2 233 000 Euro um rund 160 000 Euro niedriger aus als im Vorjahr. Sie gehört trotzdem zu den drei wichtigsten Einnahmequellen der Gemeinde.

Die bedeutendsten Maßnahmen im Investitionshaushalt 2021 sind: Fertigstellung der Dachsanierung sowie des Brandschutzes an der Sechta-Ries-Schule; Fertigstellung des An- und Umbaus für die Vereine in der Mehrzweckhalle Unterschneidheim; Beschaffung eines neuen Traktors für den Bauhof; Neubau eines Maschinenschuppens in Geislingen; Fundament für den Maschinenschuppen Unterwilflingen; Baubeginn des neuen Rathauses; Umstellung auf Digitalfunk bei der Feuerwehr; Fertigstellung der Digitalisierung der Sechta-Ries-Schule sowie Digitalisierung der Grundschulen; zweiter Bauabschnitt für die Kläranlage Zipplingen und Anschluss von Wössingen an die Anlage in Zipplingen; Phosphatfällung für die Kläranlage Unterschneidheim; Fertigstellung der Platzgestaltung am Schlossgraben; Endausbau im Baugebiet Maurerin; Erschließung des Baugebiets Unterschneidheim-Ost; Endausbau im Gewerbegebiet Millen.

Das Volumen des Ergebnishaushalts ist für 2021 mit 12 014 800 Euro geplant (leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr). Der Finanzhaushalt beträgt 18 281 300 Euro (20 250 000 Euro im Vorjahr), für Investitionen sind im Planjahr 7 226 500 Euro (Vorjahr 8 479 500 Euro) veranschlagt.

Für den Neubau des Rathauses wurde eine Million Euro eingerechnet. Für die Sanierung der Sechta-Ries-Schule sind gut 700 000 Euro veranschlagt, abzüglich der bewilligten Zuschüsse. Die Abwasserbeseitigung steht mit rund 1,5 Millionen Euro im Haushaltsplan. Rund 1,6 Millionen sind für die Erschließung von Wohn- und Gewerbeflächen eingeplant.

Der Schuldenstand der Gemeinde Unterschneidheim soll Ende 2021 insgesamt 2 028 000 Euro betragen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 423,59 Euro entspricht. Der Schuldenstand verringert sich im Vergleich zum Vorjahr gering, ebenso auch die Pro-Kopf-Verschuldung.

Bei der Entwicklung der liquiden Mittel rechnet man mit 230 700 Euro.

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