Pater Josef Altenburger feiert 40. Priesterjubiläum

Lesedauer: 6 Min
Pater Josef Altenburger feiert am Sonntag 40. Priesterjubiläum.
Pater Josef Altenburger feiert am Sonntag 40. Priesterjubiläum. (Foto: privat)

Unterwilflingen (afi) - Der aus Unterwilflingen stammende Comboni-Pater Josef Altenburger feiert am morgigen Sonntag, 1. Juli, sein 40. Priesterjubiläum in der Pfarrkirche Sankt Andreas in Unterwilflingen. Der Festgottesdienst, mitgestaltet durch den Kirchenchor, beginnt um 9 Uhr.

Josef Altenburger ist am 21. August 1947 in Unterwilflingen geboren. Im Jahr 1957 trat er ins Internat der Comboni-Missionare in Ellwangen ein, 1963 machte er sein Abitur, danach trat er ins Noviziat der Comboni-Missionare in Mellatz/Allgäu ein. Es folgte das Studium der Philosophie in Bamberg, der Theologie in Regensburg (Dogmatik bei Josef Ratzinger) und Diplomabschluss an der theologischen Fakultät in Würzburg. In einer Überlegungsphase war Altenburger ein Schuljahr lang als Erzieher im Internat der Comboni-Missionare in Brixen/Südtirol. Es folgte 1975 der Einsatz als Laienmitarbeiter im pastoralen Dienst in Nord-Uganda.

1978 in der Schönenbergkirche zum Priester geweiht

Am 1. Juli 1978 wurde Pater Josef Altenburger in der Schönenbergkirche in Ellwangen zum Priester geweiht. Seine ersten Priesterjahre verbrachte er in Kenia mit Aufbau einer neuen Pfarrei im Norden der Diözese Nakuru und Mitarbeit bei Pater Dr. Josef Uhl als leitender Pfarrer in Gilgil/Kenia. Pater General Francesco Pierli holte Altenburger dann als Erzieher zurück nach Ellwangen. Zunächst ins Internat Josefinum und dann in die Jugendseelsorge ins Combonihaus in Josefstal. Er wurde von der Gemeinschaft gebeten den Posten des Novizenmeisters zu übernehmen. Als Vorbereitung legte er das Studium der Spiritualität in Münster ab. Es folgten acht Jahre als Leiter des internationalen Studienhauses der Combonis in Innsbruck, eine Ausbildung in der Klinikseelsorge in Bonn und fünf Jahre Klinikpfarrer an der Elisabethenklinik in Ravensburg. Insgesamt sieben Jahre begleitete Altenburger dann das Amt des Provinzials der deutschsprachigen Provinz mit Sitz in Bamberg und Nürnberg.

„Der Einsatz in Afrika hat mein Herz tief berührt und mich zu dem Schritt ermutigt, mein Leben als Comboni-Missionar zu wagen“, sagt Pater Josef Altenburger. „Auch wenn ich nicht mehr in den direkten Einsatz nach Afrika zurückkehren konnte, schlug und schlägt mein Herz immer für die Weltkirche.“

Seit fast vier Jahren ist Pater Josef Altenburger mittlerweile Leiter und Pfarrer des Combonihauses in Graz. Bischof Wilhelm hat ihn vor zwei Jahren zum Direktor für die Weltmission in der Diözese ernannt. „Ein Satz von Comboni begleitete mich in all den Jahren. Er war schon mein Primizspruch: „Wo das Evangelium eingepflanzt wird, wird es die Herzen der Menschen verwandeln“, sagt er.

Seine Primiz feierte Altenburger in seiner damaligen Heimatgemeinde Unterwilflingen im Jahre 1978. Damals in einem Festzelt, das man von einem Feuerwehrfest hat stehen lassen. Nach seiner Berufung zu den Comboni-Missionaren unter anderem nach Afrika, kehrte Altenburger, der in Unterwilflingen für alle der „Molkerspfarr‘“ war (kommt von elterlichen Hausnamen) immer wieder gerne nach Unterwifllingen zurück. Nach dem Tod von Mutter und Vater hat er immer wieder seine alten Schulkameraden besucht. Er ist heimatverbunden und hat viele Male in den Nachbargemeinden als Geistlicher ausgeholfen. Der heutige zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde Sankt Andreas in Unterwilflingen, Franz Wolf, erinnert sich noch gerne zurück an die Primizfeier im Jahre 1978.

„Fast schon revolutionär“: Mit Gitarre am Altar

„Damals war ich 13 Jahre alt und Pater Altenburger hat mich immer wieder aufs Neue begeistert, wenn er mit seiner Gitarre am Altar stand. Das war damals fast schon revolutionär“, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die heute 50-Jährigen waren damals Kommunionkinder in Unterwilflingen oder den Nachbargemeinden. Heute ist Pater Josef Altenburger ein gerne gesehener Gast in Unterwilflingen.

So auch am jetzigen Wochenende, an dem er sein 40-jähriges Priesterjubiläum in der Pfarrkirche Sankt Andreas feiert. Der festliche Gottesdienst, an dem mehrere Geistliche teilnehmen, wird vom Kirchenchor Unterwilflingen unter der Leitung von Alexander Seifert begleitet. An der Orgel spielt sein Bruder Thomas Seifert. Anschließend ist Stehempfang zu Ehren des Jubilars. „Die ganze Gemeinde möchte sich dabei bei Pater Josef Altenburger bedanken und mit ihm ins Gespräch kommen“, sagt der zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende Franz Wolf.

Schon am heutigen Samstag lädt die Kirchengemeinde Unterwilflingen um 19.30 zu einem Vortrag ins Gemeindehaus ein. Dann spricht Pater Josef Altenburger über die Arbeit der Comboni-Missonare heute. Unterstützt wird der Vortrag mit Bildern.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen