Neue Heimat für Auerochsen an der Sechta

 Im Gewann Bruckwiesen zwischen Unterschneidheim und Tannhausen werden künftig Auerochsen weiden.
Im Gewann Bruckwiesen zwischen Unterschneidheim und Tannhausen werden künftig Auerochsen weiden. (Foto: Archiv)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Im Zuge des Naturschutzprojekts „Lebensraumentwicklung Rotach und Eger“ soll beidseits der Sechta im Gewann Bruckwiesen zwischen Unterschneidheim und Tannhausen eine Weide für Auerochsen entstehen. Der Gemeinderat Unterschneidheim gab dafür jetzt einmütig grünes Licht.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Regierungspräsidium Stuttgart. Die Realisierung erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Wasser- und Bodenverband Sechta-Eger als Grundstückseigentümer sowie den beiden Biologen Karin und Martin Weiß aus Kirchheim am Ries, die die Maßnahme planen. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Naturschutzfonds.

Und das ist geplant: Die Weide für die Auerochsen soll eine Fläche von rund 16,5 Hektar umfassen und mit einem rund drei Kilometer langen Elektrozaun eingezäunt werden. Auf einer erhöhten Fläche entsteht zudem noch ein Unterstand, der den Tieren auch bei Hochwasser einen sicheren Platz bietet. Zunächst soll mit sechs bis acht Tieren gestartet werden. Für maximal 15 Tiere sei die Fläche ausgelegt, wurde informiert.

Geplant ist eine Ganzjahresbeweidung mit Heckrindern (Auerochsen). Eine Zufütterung sei nicht nötig, bei Bedarf aber möglich. Die Tiere sollen später dem Fleischmarkt zugeführt werden. Durch das Fress- und Trittverhalten der Tiere profitiere am Ende die Natur. Unter anderem entstünden neue Refugien für Insekten. Durch einen konsequenten Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel werde die Fläche zusätzlich ökologisch aufgewertet und die Fremdstoffbelastung der Sechta reduziert. Die bisherigen Pächter der Flächen seien nicht alle begeistert von dem Projekt, hieß es. Sie könnten sich mit dem Vorhaben „aber anfreunden“, ließ Bürgermeister Johannes Joas den Rat wissen.

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