In Unterschneidheim wurden die neuen Hästräger der Bendl Narra getauft.
In Unterschneidheim wurden die neuen Hästräger der Bendl Narra getauft. (Foto: Blauhut)
hbl

Die Bendl Narra aus Unterschneidheim haben am vergangenen Samstagabend auf dem Freigelände vor der Garage des Sportclubs Unterschneidheim vor vielen Zuschauern zum zweiten Mal Maskentaufe gefeiert. 13 neue Mitglieder, darunter fünf Kinder, wurden dabei in den noch jungen, einzigen Faschingsverein im Ort aufgenommen. Damit erhöht sich die Mitgliederzahl der Bendl Narra auf 47.

Anders als bei der ersten Hästaufe vor einem Jahr, als im Innenhof beim Unterschneidheimer Schlössle die Gründungsmitglieder bei Schmuddelwetter getauft wurden, fand die zweite Hästaufe unter idealen äußeren Bedingungen statt. Zwei in eisernen Schalen auf dem Hof entzündete Lagerfeuer waren bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt der ideale Treffpunkt für die kleinen und großen Gäste, für die auch warme Getränke bereit standen.

Seit einem Jahr wird an den Masken geschnitzt

Der Vorsitzende der Bendl Narra, André Weißenburger, begrüßte das Publikum und informierte über die neuen Masken der Gruppe. Laut Weißenburger werde seit rund einem Jahr in einer Maskenschnitzerei im Allgäu an den Masken gearbeitet. Wichtig sei den Verantwortlichen, dass die aus Lindenholz geschnitzte Maske später dem Träger als auch den Zuschauern Freude bereitet. Bei den Umzügen in Lippach, Kerkingen, Ellenberg, am Rosenmontag in Pfahlheim, beim Seniorenfasching in Unterschneidheim oder am Gumpendonnerstag im Unterschneidheimer Kindergarten soll die neue Maske, die am Samstag im Bild gezeigt wurde, dann erstmals öffentlich getragen werden. Der Beifall der Zuschauer zeigte den Bendl Narra auf, dass sie die richtige Wahl getroffen hatten.

Danach folgte die Hästaufe der neuen Hästräger, die unter der Regie von André Weißenburger barfuß in einen standesgemäß mit Sechtawasser gefüllten und zusätzlich mit Eisbrocken gekühlten Sautrog steigen mussten und nach ihrem Gelöbnis „Ich schwöre ohne Zwang! Bendl Narr, ein Leben lang!“ dann vom zweiten Vorstand Stefan Senz mit einem in Sechtawasser getauchten Bendl ein wenig im Gesicht „gestreichelt“ wurden.

Ein weiteres von der Häs- und Maskenmeisterin Irma Lingel gereichtes Wässerchen sorgte dann ein wenig für das innere Aufwärmen nach der kalten Kneipp-Kur. Die Kinder erhielten ihre Taufe auch ohne Fußbad und freuten sich dafür umso mehr über den im Vereinsheim des Sportclubs gereichten warmen Leberkäswecken. Die Stimmung im faschingsgemäß dekorierten Vereinsraum war ebenso gut wie die Vorfreude der Bendl Narra auf weitere Aktivitäten in der laufenden Saison.

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