Schwäbische Zeitung
Horst Blauhut

Walxheim - In Walxheim soll ein neuer Stall für Biomastschweine entstehen. Der Landwirt Wilhelm Pflanz aus Walxheim-Hundslohe will hier einen bereits bestehenden Schweine- und Viehstall entsprechend umbauen und zu einem reinen Bio-Mast-Schweinestall mit geplanten 176 Stellplätzen machen. Die Planungen haben jetzt den Walxheimer Ortschaftsrat beschäftigt.

Ortsvorsteher Wolfgang Schäfer begrüßte zu der Sitzung am Dienstagabend neben seinem vollständig anwesenden Ortschaftsrat auch Bürgermeister Nikolaus Ebert und Landwirt Wilhelm Pflanz, der dem Gremium kurz und prägnant seinen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb mit knapp 30 Hektar Nutzfläche vorstellte. Wie Pflanz ausführte, sei für ihn seine bisherige Schweinehaltung mit Zuchtsauen in verschiedenen Stallungen auf Dauer nicht mehr wirtschaftlich. Er wolle seinen Betrieb deshalb „nachhaltig aufstellen“ und künftig mit weniger Tieren eine gute Wertschöpfung erzielen. Erklärtes Ziel sei eine Umgestaltung der bisherigen Stallungen in einen Bio-Mast-Schweinestall. Dafür sei keine bauliche Erweiterung nötig und auch die bereits bestehenden Dunglegen reichten aus.

Öko, so Wilhelm Pflanz weiter, bedeute immer Auslauf. Und den bekämen die Ferkel, die mit einem Gewicht von rund 30 Kilogramm eingekauft und dann auf rund 120 Kilogramm gemästet werden, in einem solchen Biobetrieb ausreichend. Bio bedeutet auch, dass die Schweine sich sowohl im Innen- als auch Außenbereich frei auf Stroh bewegen könnten und der anfallende Mist noch am selben Tag nach außen gebracht werde.

Ortsvorsteher Wolfgang Schäfer betonte in der Sitzung, dass es über den landwirtschaftlichen Betrieb von Pflanz noch nie Klagen gegeben habe.

Nachdem die Kreisbaumeisterstelle fünf Träger öffentlicher Belange am Planverfahren beteiligt hatte und alle fünf das privilegierte Vorhaben positiv beurteilten, gab es jetzt auch vom gesamten Ortschaftsrat Walxheim grünes Licht und damit ein eindeutiges Signal an den Gemeinderat Unterschneidheim, der in Kürze tagen und über das Gesuch des Landwirts entscheiden wird.

Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Neubau des Dorfhauses sowie parallel dazu die Rückbauarbeiten am alten Rathaus. Wie Ortsvorsteher Schäfer in diesem Zuge betonte, seien erste Abbrucharbeiten in den oberen Stockwerken des alten Rathauses reibungslos verlaufen. 21 Helfer, darunter Mitglieder des Schützenvereins und der Maibaumfreunde, hätten hier mitangepackt.

Weiter dankte Schäfer den Mitarbeitern des Bauhofs für die bisher erbrachten Leistungen am Dorfhaus, dessen Mauern zügig in die Höhe wachsen würden. Ortschaftsrat Günter Robitschko schlug vor, für den Zugang zur Küche eine Schiebetüre einzubauen. Auch bat er darum, im Jugendraum über dem Herd mit Backofen einen Dunstabzug einzuplanen. Bürgermeister Ebert versprach, diese Vorschläge an die Architekten weiterzugeben.

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