Die Solidargemeinschaft Mehrwert in Unterschneidheim möchte den sozialen Fahrdienst ausbauen. Von links Stefan Hönle, Rosemarie
Die Solidargemeinschaft Mehrwert in Unterschneidheim möchte den sozialen Fahrdienst ausbauen. Von links Stefan Hönle, Rosemarie Rinn, Gebhard Rinn, Margret Holzinger, Roland Holzinger, Pfarrer Francesco Antonelli. (Foto: Schwenk)
Sibylle Schwenk

Etwas für andere tun, sich mit dem Nächsten solidarisch zeigen: das will die Solidargemeinschaft Mehrwert der katholischen Seelsorgeeinheit Unterschneidheim und der evangelischen Kirche Walxheim. Bereits im September haben sich die Krankenpflegevereine der acht Kirchengemeinden zusammengetan. Jetzt soll der soziale Fahrdienst weiter ausgebaut und mit einem Fahrzeug bestückt werden.

„Ich habe halt niemanden, der mich zum Arzt fährt“. So oder ähnlich sind die Nöte, die ältere Menschen oder auch Menschen mit einem Handicap umtreiben. Deshalb hat Solidargemeinschaft beschlossen, einen Fahrdienst anzubieten. Seit knapp zwei Jahren schon sind Margret und Roland Holzinger, Rosemarie und Gebhard Rinn sowie Bruno Seufferling unterwegs und fahren Menschen zum Arzt, zum Einkaufen, zur Physiotherapie oder zu einem Besuch ins Altersheim. „Es ist halt manchmal schon schwierig, vor allem hier auf dem Land“, weiß Margret Holzinger aus Erfahrung.

Auch Gebhard Rinn kennt die Probleme der Mobilität in ländlichen Gegenden. Als sein Nachbar eine Hüftoperation hatte, ist es ihm nochmal viel bewusster geworden, wie problematisch es sein kann, in so einer Situation die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen zu müssen.

Etwa zwei Einsätze in der Woche fahren die fünf Ehrenamtlichen momentan noch mit ihren privaten Autos. „Wir möchten das Angebot noch weiter ausbauen“, blickt Pfarrer Francesco Antonelli in die Zukunft.

Ein Auto soll angeschafft werden

Es soll ein Fahrzeug angeschafft werden, das dann von den Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit auch für andere caritativ-soziale Zwecke genutzt werden kann. Auch ein Kirchenfahrdienst ist in Planung und trägt damit zur besseren Vernetzung der Kirchengemeinden im östlichen Dekanatsteil bei.

Zudem möchte die Solidargemeinschaft Mehrwert, die von Stefan Hönle (Vorstand), Thomas Taglieber (Stellvertreter) und Bianca Münder (Kassiererin), sowie von acht Beisitzern aus jedem Ortsteil geführt wird, einen Babysitter-Dienst etablieren. Dieser sieht vor, einen Pool aus Jugendlichen zu schaffen, die dann „gebucht“ werden können. Die Solidargemeinschaft kümmert sich darum, dass die Jugendlichen entsprechend ausgebildet und vorbereitet werden. „Man erhält dann auch ein Zertifikat“, ergänzt Pfarrer Antonelli.

Insgesamt hat es sich Solidargemeinschaft Mehrwert einfach zur Aufgabe gemacht, ein Bewusstsein des Aufeinander-Achtgebens zu schaffen.

Info: Zur Seelsorgeeinheit Unterschneidheim gehören die Gemeinden in Geislingen, Nordhausen, Zöbingen, Sechtenhausen, Unterwilflingen, Unterschneidheim, Wössingen und Zipplingen. Sie hat rund 3800 Katholiken. Zur Solidargemeinschaft Mehrwert gehören rund 700 Mitglieder.

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