Rücklage steigt auf Rekordhöhe

Lesedauer: 3 Min
Horst Blauhut

Bürgermeister Manfred Haase hat im Gemeinderat Tannhausen die zweitbeste Jahresrechnung nach 2013 präsentiert. Die Gemeinde hat weiter Schulden abgebaut. Sie sanken von 436 auf 399 Euro pro Einwohner, während die Rücklage auf die Rekordhöhe von 1,05 Millionen Euro stieg.

Diese Rücklage sei ein gutes Polster für die Zukunft, sagte Haase. Dennoch solle man sich nicht blenden lassen, denn gute Einnahmen 2017 bedeuteten zwei Jahre später höhere Umlagen. Neun verkaufte Bauplätze und zwei verkaufte Gewerbeflächen seien ein Einmaleffekt, der nicht überbewertet werden sollte. Schon beim anstehenden Großprojekt Forststraße seien Korrekturen nach oben möglich.

Kämmerer Franz Werner stellte die Jahresrechnung mit dem Gesamtvolumen von 4,9 Millionen Euro vor, wobei 3,7 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,2 Millionen Euro im Vermögenshaushalt stehen. Das Rechnungsergebnis liege um 293 000 Euro über dem Haushaltsplanansatz.

Bei der Zuweisung für den Kindergarten habe es eine deutliche Steigerung gegeben und auch bei der Gewerbesteuer konnte mit 492 000 Euro ein gutes Ergebnis erzielt werden. Sehr erfreulich sei, dass die Zuführungsrate vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt auf tatsächliche 754 000 Euro gesteigert werden konnte.

Die beiden dicksten Brocken im Vermögenshaushalt 2017 waren die Sanierung des Dorfplatzes mit rund einer Viertelmillion und die Erschließung des Baugebiets Roderslache mit knapp über 100 000 Euro. Die Gemeinde, so Kämmerer Franz Werner, wolle bis 2022 weitere rund 4,7 Millionen Euro investieren.

Fachmann fürs Gemeindeentwicklungskonzept

Dann ging es um die Flora-Fauna-Habitat-Gebiete, wie das rund um den Baronenweiher und die Gebiete am Liastrauf zwischen Eck am Berg und Unterbronnen. Die neuen Flächen hätten keine großen Auswirkungen auf Tannhausen und der Rat nahm dies zur Kenntnis.

Im Anschluss stellten die Sprecher der Arbeitskreise, die am Gemeindeentwicklungskonzept Tannhausen 2030 mitwirken, ihre Vorschläge für Maßnahmen vor, die im einzelnen mit Kosten und in einigen Fällen auch mit Verwaltungsaufwand verbunden wären. Einig war sich der Rat, dass man einen Fachmann einladen sollte, der den Gemeinderat wegen der Kosten und Finanzierung eines Konzeptes beraten könne. Für den Haushalt 2019 wurden 20 000 Euro für das Gemeindeentwicklungskonzept eingeplant.

Diskutiert wurde auch noch über eine mögliche Weihnachtsbeleuchtung am Dorfplatz bei der Schule.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen