Old- und Youngtimer-Treffen stößt auf riesige Resonanz

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Das siebte Old- und Youngtimer-Treffen des Opel-Clubs Tannhausen am vergangenen Wochenende ist ein durchschlagender Erfolg gewesen. Rund 2000 Besucher strömten auf den Tannhausener Festplatz. Hier zeigten 350 Teilnehmer, so viele wie noch nie, ihre Schmuckstücke.

Der Opel-Club Tannhausen hat seit Mitte der 80er Jahre beste Erfahrungen in der Organisation von solch großen Events und freute sich, dass schon am Freitagabend die ersten Oldtimerfans mit ihren Fahrzeugen in Tannhausen anrückten und übernachteten.

Die schon traditionelle 80er- und 90er-Party am Samstagabend im Clubheim war dann ebenfalls gut besucht und auch ein kräftiger Regenguss konnte die gute Stimmung bei Teilnehmern und Veranstaltern nicht mindern.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Old- und Youngtimer. Unter den Teilnehmern war unter anderem Josef Beerhalter aus Röhlingen, der mitten auf dem Tannhäuser Festplatz einen alten Deutz Viertakt Dieselmotor aus dem Jahre 1933 anwarf, der jahrzehntelang mit seinen 40 PS das Gatter bei der Firma Uhrle in Röhlingen angetrieben hatte und bei dem allein das Schwungrad rund 3000 Kilo wiegt. Das ist Technik, die immer noch beeindruckt.

Unimog-Club rückt mit 50 Fahrzeugen in Tannhausen an

Für weitere Glanzlichter sorgte der Unimog-Club Ostalb, der sein diesjähriges Treffen in Tannhausen durchführte und dazu mit 50 Fahrzeugen anrückte. Der älteste Unimog, ein U 401, stammte aus dem Jahr 1953. Wie vielfältig ein Unimog im Gelände einsetzbar ist, demonstrierte am Sonntag Sven Maile mit einem U 416, Baujahr 1978.

Maile reihte sich dann auch, wie viele andere Besitzer mit ihren schicken Old- und Youngtimern, am Sonntagmittag in den Umzug durch den Ort ein. Da fuhr ein Trabant hinter einem 67er-Chrysler, ein Lanz-Bulldog mit seinem unvergleichlichen Sound hinter den verschiedenen Unimogs, eine alte Knutschkugel neben einem Opel-Rekord. Allein der Anblick von diesen liebevoll gepflegten, offenen Sportwagen und anderen heißen Modelle ließ bei vielen Autofans den Puls höher schlagen.

Spannung kam auf, als die Sieger der Fahrzeugschau gekürt wurden. Peter Abele, Vorsitzender des Opel-Clubs, verkündete die Ergebnisse. Erster Sieger bei den Pkw wurde Karl Bauer aus Rudersberg mit seinem BMW 600. Bei den Unimogs siegte Walter Lang mit seinem U 411 vor Matthias Haas aus Eschach-Holzhausen mit seinem U 411 und Reinhold Schmitt aus Batzen bei Augsburg mit seinem U 401.

Bei den Traktoren hatte Markus Mutscheler aus Stödtlen-Dambach mit seinem Kramer K15 die Nase vor. Er gewann vor Georg Stark aus Baldingen mit einem Hanomag R 355 und vor Vitus Kohnle aus Röhlingen-Elberschwenden mit einem Porsche Diesel 329 Superexport.

In der Sonderklasse konnte sich Marcel Jurek aus Tannhausen mit seinem Hercules-Moped M 5 über den ersten Preis freuen. Damit verdrängte er Sandy Ackermann aus Stödtlen-Dambach mit dessen Simson 406 GTX auf Platz 2 und Thomas Berger aus Bubesheim mit dessen Ford Transit MKi75 auf Rang 3.

Die beiden ältesten Fahrzeuge, jeweils Lanz-Bulldogs aus dem Jahr 1940, wurden von Thomas Steinacker aus Hirlbach und Thomas Wachter aus Essingen vorgeführt. Der Pokal für die größte Gruppe ging an die Oldtimerfreunde Rems-Murr, die mit sieben Fahrzeugen anreisten. Die weiteste Anreise hatte Detlef Müller aus Güntersleben, zehn Kilometer nördlich von Würzburg.

Der diesjährige Sonderpreis ging indes an Hans Maile, den Vorsitzenden vom Unimog Club Ostalb. (hbl)

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