Neuer Pfarrer stellt sich in Tannhausen vor

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 Von links: Kirchenpfleger Karl Negraschis, Pater Wolfgang Kindermann, der zukünftige Pfarrer der Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost
Von links: Kirchenpfleger Karl Negraschis, Pater Wolfgang Kindermann, der zukünftige Pfarrer der Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost, Jens Kimmerle, und die stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende Martina Wettemann. (Foto: Blauhut)
Horst Blauhut

In Tannhausen ist am vergangenen Wochenende Patrozinium gefeiert worden. Das Interesse war groß, die Teilnahme rege. Was auch mit dem neuen Pfarrer der Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost, Jens Kimmerle, zu tun hatte. Denn der nutzte den Anlass, um sich in Tannhausen vorzustellen.

Der Kirchengemeinderat Sankt Lukas Tannhausen hatte anlässlich des Patroziniums Sankt Lukas am Sonntagvormittag zur Heiligen Messe eingeladen, die von Pater Wolfgang Kindermann zelebriert und von der Schola unter der Leitung von Annerose Vaas musikalisch umrahmt wurde. Die Lesung und Fürbitten sprach Ann-Sophie Werner.

Pater Kindermann ging in seiner Predigt zum Patrozinium natürlich auf den Evangelisten Lukas ein, der die Gottesmutter Maria als die große Glaubende beschrieb. Der Heilige Sankt Lukas stand unterdessen im benachbarten Vereinsraum der Gemeindehalle im Mittelpunkt der von 30 Kindern im Alter von einem bis neun Jahren besuchten Kinderkirche, die von Steffi Abele, Elvira Lechner, Bettina Lutz, Manuela Schwager, Jasmin Weik und Carmen Werner liebevoll gestaltet wurde.

Sanierung der Pfarrkirche dauert länger als geplant

Im Anschluss an die Heilige Messe konnte die zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende Martina Wettemann rund 300 Gemeindemitglieder zur Feier des Patroziniums in der Tannhausener Turn- und Festhalle begrüßen. Sie ging in ihrer Ansprache auch auf die Sanierung der Tannhausener Kirche ein und informierte darüber, dass eine Crowdfunding-Aktion, den stolzen Betrag von 10 913 Euro in die Kasse der Kirchengemeinde gespült habe. Kirchenpfleger Karl Negraschis wies darauf hin, dass die Sanierung aufgrund vieler zusätzlichen Arbeiten länger dauern wird als zunächst geplant. Aber alle seien optimistisch, die Wiedereröffnung und die Altarweihe am 15. Dezember – die Kirchengemeinde Sankt Lukas Tannhausen hofft hier auf das Kommen von Bischof Gebhard Fürst – feiern zu können.

Danach konnte Martina Wettemann im Namen des Kirchengemeinderats den zukünftigen Pfarrer der Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost, Jens Kimmerle, begrüßen dessen feierliche Investitur am Sonntag, 24. November, im Rahmen eines Festgottesdienstes in Ellenberg erfolgen wird. Wettemann hieß den neuen Pfarrer schon jetzt „herzlich willkommen“, wünschte ihm einen guten Start und ein segensreiches Wirken.

Pfarrer Jens Kimmerle dankte für die Einladung und bemerkte schmunzelnd, dass sich die Tannhäuser bei seinem Anblick in der Turnhalle wohl gefragt hätten: „Wer isch jetzt des?“

Viel Applaus für den neuen Pfarrer

Weiter dankte Kimmerle Pater Wolfgang Kindermann für die über einjährige Aushilfe in der Seelsorgeeinheit Virngrund-Ost. Der große Applaus im Saal zeigte danach, wie groß die Freude in Tannhausen ist, endlich wieder einen Pfarrer in der Seelsorgeeinheit zu haben.

Dem Dank an Pater Kindermann schloss sich der Gemeinderat an. Martina Wettemann und die Oberministrantin Julia Tluk überreichten Wolfgang Kindermann im Namen des Kirchengemeinderats und der Ministranten einen Geschenkkorb für sein über einjähriges Wirken als Aushilfspfarrer. Martina Wettemann wies abschließend noch auf die Spendenaktion der Weltmission am 27. Oktober hin, bei der auch Althandys gespendet werden können.

Kirchenpfleger Karl Negraschis zeigte während des Weißwurstfrühschoppens dann noch per Beamer in ausdrucksstarken Bildern, was in den vergangenen anderthalb Jahren seit dem 1. Mai 2018 an Arbeiten innerhalb der Kirche Sankt Lukas geleistet wurde, angefangen von den Rohbauarbeiten über das Neuverputzen der beschädigten Wandbereiche bis hin zum Umbau des Chorraums. Parallel dazu liefen die Arbeiten der Restauratoren an den Bildern und Skulpturen so wie die Wiedermontage der Kreuzwegstationen oder auch die Generalüberholung der Orgel, die noch nicht abgeschlossen ist.

Den Kostenrahmen von rund 1,3 Millionen Euro habe man bisher, auch aufgrund „der enormen Eigenleistungen“ und der Spenden sowie der Übernahme von Patenschaften für verschiedene Skulpturen, einhalten können, sagte Negraschis. Die Kirchengemeinde hoffe, dass bis zur geplanten Wiedereröffnung am dritten Adventssonntag, 15. Dezember, alle Restarbeiten abgeschlossen sein werden.

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